• 22.09.2009, 11:48:30
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Berlakovich: Investitionen zur Steigerung des Radverkehrs lohnen sich für Klima, Wirtschaft und Gesundheit

Autofreier Tag mit den Schwerpunkten Elektromobilität und Radfahren

Wien (OTS) - Als Höhepunkt der Mobilitätswoche findet heute,
Dienstag, der "Autofreie Tag 2009" statt. 375 Gemeinden beteiligen
sich an dieser Aktion, die das Klimabündnis in Österreich im Auftrag
des Lebensministeriums koordiniert. "Klimaschutz muss im
Verkehrssektor mehr Bedeutung bekommen, denn ohne entsprechende
Maßnahmen explodieren hier die CO2-Emissionen. 25 Prozent aller
Autofahrten sind mit unter zwei Kilometern ideale Radfahrdistanzen
und auch die schnellere, billigere, gesündere und umweltfreundlichere
Alternative. Mit dem 'Masterplan Radfahren’ und konkreten Aktionen
wollen wir den Radverkehrsanteil bis 2015 verdoppeln, und ich wünsche
mir, dass der 'Autofreie Tag 2009’ wieder vielen Anstoß gibt, sich
auch zukünftig im Alltag mehr in den Sattel zu schwingen", ruft
Umweltminister Niki Berlkovich im Sinne des Klimaschutzes auf, sich
aktiv am 'Autofreien Tag 2009’ zu beteiligen.

Einer der Schwerpunkte des heutigen Autofreien Tages ist auch die
Forcierung der Elektromobilität. Das Lebensministerium fördert z. B.
derzeit den Kauf von Elektrorädern mit bis zu 400 Euro pro Rad und
unterstützt den Umstieg auf alternative Antriebe im Rahmen der
Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil. Darüber hinaus bieten auch
viele Bundesländer und Gemeinden zusätzlich Zuschüsse beim Kauf von
Elektrofahrrädern, Elektroscootern der Elektroautos. Nähere Infos
dazu bietet die Webseite: www.mobilitaetswoche.at.

Um der Nutzung der Öffis Vorschub zu leisten, bieten die ÖBB noch
bis 30. September 2009 eine Gratis-Vorteilscard-Aktion an. Bahnfahren
ist in diesem Zeitraum bis zu 50 Prozent billiger. Im Verkehrsverbund
Ost-Region (VOR) gilt am 'Autofreien Tag' zudem ein Einzelfahrschein
als Tageskarte, JahreskartenbesitzerInnen haben im gesamten
VOR-Verbundnetz Wien, Niederösterreich und Burgenland freie Fahrt. In
den Citybussen von Attnang-Puchheim, Gmunden, Bad Ischl, Regau,
Redlham, Vöcklabruck, Traun und Saalfelden sowie bei der Gmundner
Straßenbahn gilt am 22. September 2009 der Nulltarif.

Bundesweite Vernetzung für weniger CO2 und mehr Wertschöpfung

Obwohl in Österreich der Radverkehrsanteil mit rund fünf Prozent
im internationalen Vergleich eher niedrig liegt, ist Radfahren für
das Land ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Er bringt jährlich eine
Wertschöpfung von 882,5 Millionen Euro und sichert 18.000 Green Jobs.
"Gerade in Krisenzeiten muss auf diesen Sektor verstärkt Augenmerk
gelegt und die Entwicklung gefördert werden. Investitionen in
klimaschützende Bereiche, die zudem noch konjunkturbelebende
Auswirkungen haben, sind ein Muss, um die Wirtschaft zu
stabilisieren, möglichst vielen Menschen einen Arbeitsplatz zu
sichern und neue zu schaffen und unsere ambitionierten
Klimaschutzziele zu erreichen", betont Umweltminister Niki
Berlakovich. Das Lebensministerium unterstützt deshalb die Förderung
des Radverkehrs und umweltfreundliche Mobilitätsmanagements durch
seine Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil. Bislang hat das
Lebensministerium 11,8 Millionen Euro für den Ausbau des Radverkehrs
in Österreich eingesetzt, die ein Investitionsvolumen von 48
Millionen Euro ausgelöst haben. 133 Gemeinden, Schulen, Betriebe,
Verwaltungen und Tourismuseinrichtungen sparen derzeit mit ihren
geförderten Radprojekten 49.000 Tonnen CO2 ein.

"Um nachhaltig einen umweltfreundlichen Trend im Verkehrssektor
auszulösen, müssen die verantwortlichen Akteure auf Bundes-, Länder-
und Gemeindeebene zukünftig stärker zusammenarbeiten und sich
abstimmen. Deshalb ist Radfahren auch ein wichtiger Punkt bei der
'Energiestrategie Österreich’, die wir gemeinsam mit dem
Wirtschaftsministerium entwickeln", unterstreicht Berlakovich.
Bundesweit muss ein attraktiveres und sichereres Mobilitätsnetz
entstehen, das bedeutet, eine bessere Vernetzung zwischen Öffis und
Rad durch Bike+Ride-Anlagen, den Ausbau der Radwege oder
Abstellanlagen, eine Verbesserung der Verkehrsorganisation durch
Verkehrsberuhigungen im motorisierten Straßenverkehr zugunsten des
Radverkehrs in entsprechenden Zonen wie auch die Schaffung besserer
Rahmenbedingungen für Radfahren in der Straßenverkehrsordnung oder
bei der Raumordnung.

"Ich lade alle umweltbewussten ÖsterreicherInnen ein, am
'Autofreien Tag’ das Auto stehen zu lassen, das Rad oder die
öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen und den Tag zum Anlass zu
nehmen, ihr Mobilitätsverhalten für den Klimaschutz und die eigene
Gesundheit zu überdenken. Es gilt heute mehr denn je, auch für
nachkommende Generationen, eine intakte Umwelt zu erhalten und
Gewohnheiten und Verhaltensweisen nachhaltig zu ändern", so
Umweltminister Niki Berlakovich abschließend.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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