• 20.09.2009, 08:00:00
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"profil": Eine neue Studie belegt die Umwegrentabilität des von der Ausgliederung bedrohten Radio-Symphonieorchesters (RSO)

Der Jurist Peter Wolf schlägt vor, die Stadt Wien, die Bundesländer und die AKM zur Rettung des RSO in die Verantwortung zu nehmen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, zeigt die neue Studie eines Wiener
Juristen, dass die Ausgliederung des ORF-Symphonieorchesters
kontraproduktiv wäre.

Der Wiener Jurist und Musikexperte Peter Wolf hat im Auftrag des
Orchesterbetriebsrats eine Studie verfasst, die nachweist, dass das
RSO nicht nur ein unverzichtbarer Teil des hiesigen Musiklebens,
sondern auch volkswirtschaftlich rentabel ist. "Urheberrechte etwa
können sich nicht entwickeln, wenn man die Stücke nicht aufführt",
stellt Wolf fest. Zudem fasse das RSO allein mehr als 13 Prozent
aller Wiener Orchestermusikerstellen. Die jährlichen Kosten des RSO
liegen bei 9,5 Millionen Euro, aber der Multiplikatoreffekt des
investierten Geldes sei immens, so Wolf: "Es geht um eine
Umwegrentabilität von mindestens 30 Millionen Euro im Jahr."

Wolf schlägt vor, die Bundesländer, die ja "nicht zu knapp an den
Rundfunkgebühren mitnaschen", in die Verantwortung zu nehmen - und
die AKM gleich dazu, "der die Urheberrechte ja am Herzen liegen
müssten".

"Das Orchester hängen zu lassen, wäre ein Verbrechen, eine
entsetzliche Kindesweglegung", warnt Wolf. Er verstehe auch die
Kulturpolitik der Stadt Wien nicht: "Wer soll das Theater an der Wien
bespielen, wenn das RSO ausfällt? Die Politik ist gefordert: Es ist
unverständlich, dass da keine Vorschläge kommen."

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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