- 18.09.2009, 10:23:18
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AGRANA - Neue Vertragsmodelle für Ethanolgetreide der Ernte 2010
Wien (OTS) - Nach Abschluss der Getreideernte 2009 hat AGRANA neue
Vertragsmodelle für die Rohstoffkontrahierung der Ernte 2010
ausgearbeitet, um Landwirten auch weiterhin interessante Absatzwege
für einen Teil ihrer Getreideernte anbieten zu können.
Im Rahmen des neuen Vertragsmodelles für Ethanolweizen der Ernte
2010 garantiert AGRANA die Abnahme von bis zu 100.000 Tonnen bei
einem zwischen Futter- und Mahlweizen liegenden Preis, da diese
Bandbreite auch den Qualitätsanforderungen an den Rohstoff
entspricht. AGRANA wird dabei die branchenübliche Akonto-Zahlung bzw.
Anzahlung auf Basis des erwarteten Mahlweizen-Preises leisten, nach
der endgültigen Preisbildung von Futter- und Mahlweizen kann eine
allfällige Rest- bzw. Nachzahlung folgen. AGRANA offeriert damit auf
jeden Fall einen Preisvorteil gegenüber Futterweizen.
Neben den Ethanolweizen-Verträgen werden auch neue
Ethanoltriticale-Verträge angeboten. Für Ethanoltriticale wird es
eine Akonto-Zahlung auf Basis der erwarteten Mahlweizen-Preise mit
einem Abschlag von 10 Euro pro Tonne geben. Eventuelle Restzahlungen
werden sich an jenen für Ethanolweizen orientieren. Bei den
Triticale-Verträgen werden die Qualitätsanforderungen durch den
Wegfall der sogenannten Fallzahl, einem Qualitätskriterium für die
Backfähigkeit von Getreide, gelockert.
"Insgesamt sehen wir das angebotene Gesamtpaket als Chance für
neue Absatzmöglichkeiten für Ethanolweizen- und Triticale-Sorten mit
einem interessanten Qualitätsspektrum und entsprechender
Preisabgeltung. Dies bringt gerade in der aktuell schwierigen
Situation eine zusätzliche Marktentlastung am Getreidesektor und
jeder Landwirt wird selbst entscheiden, ob er im Sinne einer
Risikostreuung einen Teil seiner Ware platzieren möchte. Zudem wirkt
die neue Vertragsgestaltung der Entkopplung von Getreide- und
Ethanolpreisen im Sinne der Wirtschaftlichkeit der
Bioethanolproduktion entgegen", erläutert Johann Marihart,
Vorstandsvorsitzender der AGRANA Beteiligungs-AG.
Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit der
Bioethanolproduktion sind die Herstellungskosten von Bioethanol, die
zu mehr als der Hälfte von den Rohstoffpreisen abhängen, sowie die
Erlöse aus dem Verkauf von Bioethanol und dem hochwertigen,
gentechnikfreien Eiweißfuttermittel ActiProt, dem Nebenprodukt der
Bioethanolerzeugung. Das bisherige, an Qualitätsweizen orientierte,
Preismodell stellte sich im Vergleich zur Rohstoffbeschaffung am
freien Markt als nicht konkurrenzfähig heraus. Denn die
Rohstoffpreisbildung erfolgte größtenteils auf Basis der
Qualitätsweizennotierung an der Wiener Produktenbörse, der Preis für
Bioethanol wird hingegen am internationalen Markt gebildet. Bei
knappen Ernten stieg die österreichische Qualitätsweizennotierung
überproportional, bei guten gab sie nicht ausreichend nach.
AGRANA Bioethanol
Die AGRANA Bioethanol GmbH verarbeitet im Bioethanolwerk in
Pischelsdorf |Niederösterreich jährlich bis zu 620.000 Tonnen
Getreide zu bis zu 240.000m3 bzw. 190.000 Tonnen Bioethanol.
Gemäß einer Analyse der Joanneum Research Forschungsgesellschaft
spart Bioethanol über den gesamten Lebenszyklus vom Anbau und der
Düngung der Rohstoffe, deren Transport und Verarbeitung bis zur
Verwendung im Motor rund 50% an Treibhausgasemissionen gegenüber
Benzin.
In Österreich wird Bioethanol derzeit im Rahmen der gesetzlichen
Substitutionsverpflichtung zu rund 5% Benzin beigemischt und im neuen
umweltschonenden Kraftstoff SuperEthanol E85, der aus bis zu 85%
Bioethanol und zum Rest aus Benzin besteht, verwendet.
Diese Presseaussendung ist auf Deutsch und Englisch auf
www.agrana.com abrufbar.
Rückfragehinweis:
AGRANA Beteiligungs-AG
Mag. Ulrike Pichler
Tel: 01 - 21137 - 12084
E-Mail: [email protected]
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