- 18.09.2009, 10:09:40
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Internationaler Weltfriedenstag: Arbeiten ist Hoffnung
Diakonie setzt Schwerpunkt auf gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien
Wien (OTS) - "Wenn am Montag zum weltweiten Waffenstillstand und
zur Gewaltlosigkeit aufgerufen wird, sollten wir auch an jene
Regionen denken, die ihre Kriegsvergangenheit noch aufarbeiten
müssen. Sollten wir auf jene Menschen nicht vergessen, die mit ihren
ehemaligen Kriegsgegnern ihren Alltag bewältigen müssen.
Friedensstiftende Maßnahmen und Projekte sind nicht chic und wenig
attraktiv. Das liegt leider daran, dass der Weg zu den sichtbaren
Ergebnissen so lang und steinig ist, aber dafür umso nachhaltiger.
Projekte der gewaltfreien Konfliktlösung zählen zu den Schwerpunkten
der Diakonie Auslandshilfe. Die Basis ihrer Arbeit ist die Hoffnung,
dass Menschen einander begegnen und ihre Konflikte gewaltfrei lösen",
so Diakonie Direktor Michael Chalupka anlässlich des internationalen
Weltfriedenstag am 21. September 2009.
Die Diakonie Auslandshilfe ist in vielen Krisenregionen aktiv und
unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen Strategien zur
gewaltfreien Konfliktlösung.
Workshops zu gewaltfreier Kommunikation mit Frauen in Palästina:
Frauen zählen zu jenen Personengruppen, die am meisten unter der
alltäglichen Gewalt leiden. Spannungen, die außerhalb des Hauses
ausgehalten werden müssen, entladen sich oft im Rahmen der Familie.
Die Frauen selbst erleben sich dabei selten als Akteurinnen, sondern
sehen sich oft hilflos mit den Problemen konfrontiert. In den
Workshops werden Frauen dazu ermutigt, ihren Beitrag zur Deeskalation
und zum friedlichen Zusammenleben zu leisten.
Workshops in Schulen in Israel und Palästina: Mitglieder des
Parents' Circle-Families Forum haben selbst nahe Angehörige durch den
Konflikt verloren. In Schulklassen sprechen jeweils ein israelisches
und ein palästinensisches Mitglied des "Parents Circle" über ihren
schmerzlichen Verlust eines Familienangehörigen. Sie erklären warum
sie sich jetzt für Frieden und Versöhnung einsetzen und somit die
Spirale der Gewalt durchbrechen.
Workshops für MultiplikatorInnen im ehemaligen Jugoslawien:
Ehemalige Feinde an einen Tisch zu bringen und über die Perspektiven
eines friedlichen, gleichberechtigten Zusammenlebens zu sprechen, ist
das Ziel dieser Workshops. Die Diakoniepartnerorganisation hat einen
Lehrgang für MultiplikatorInnen gestartet, damit diese Personen -
JournalistInnen, Beamte.... - in ihrem Umfeld friedensfördernd wirken
können.
Jugendcamps in Österreich: Die Diakonie Auslandshilfe bietet
Sommercamps an, die Jugendlichen aus Israel und Palästina die Chance
geben, sich auf "auf neutralem Boden" zu begegnen und kennen zu
lernen. Die TeilnehmerInnen geben das Erfahrene in ihrer Umgebung an
ihre Freunde weiter.
Spendenkonto Diakonie Auslandshilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Friedensarbeit
Online Spende: http://www.diakonie.at/auslandshilfe
Fotos zu den Projekten vorhanden.
Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
Diakonie Österreich
Tel: 409 80 01-14
E-Mail: [email protected]
Internet: www.diakonie.at
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