Verband Druck & Medientechnik kämpft um neuen Kollektivvertrag und steht zur Sozialpartnerschaft

Reduktion von Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf österreichweit übliche Verhältnisse ist Bedingung

Wien (OTS) - Der Verband Druck & Medientechnik hat in seiner Hauptvorstandssitzung vom 17. September 2009 das im August vorgestellte und aktualisierte Paket für einen neuen Kollektivvertrag für die Druckbranche bedingt beschlossen.
Für die Bereiche der Rollendrucker und der Tageszeitungen gibt es bereits seit Mai einen Konsens über die Inhalte des neuen Kollektivvertrages in deren Bereichen. Lediglich im Bereich der Bogendruckereien gab es noch unterschiedliche Auffassungen in Detailfragen.

Bedingung für eine Schlusseinigung seitens des Verbandes ist die im August geforderte Reduktion des Urlaubzuschusses und der Weihnachtsremuneration bei den Bogendruckern von derzeit fünf Gesamtwochenlöhnen auf die österreichweit üblichen zwei Monatslöhne. Im Gegenzug dafür gibt es für die MitarbeiterInnen eine Erhöhung des Lohnabschlusses 2010 von 1,2 % auf 1,4 %.

Diese Bedingung war Voraussetzung für die anwesenden Fachgruppenobleute der Wirtschaftskammer Österreich und ihres Fachverbandsobmanns, der notwendigen Satzung* eines neuen Kollektivvertrages ihre Zustimmung zu erteilen.

Der Verband hofft, dass nunmehr ein auch für die Gewerkschaft annehmbares Verhandlungsergebnis für die Druckbranche vorliegt.

*Hintergrund: Der Kollektivvertrag des freien Verbandes Druck & Medientechnik gilt zunächst nur für die Mitglieder des Verbandes. Erst durch die sogenannte "Satzung" wird er flächendeckend für alle Druckereien in Österreich gültig. Im Satzungsverfahren muss auch der Fachverband (Wirtschaftskammer Österreich) die Zustimmung erteilen. Aus diesem Grund kann ein Kollektivvertrag seitens des Verbandes nur dann abgeschlossen werden, wenn die Satzungsfähigkeit sichergestellt ist.

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