AUVA feiert 10 Jahre Außenstelle Oberwart

Burgenland 2008 mit niedrigster Arbeitsunfallrate

Wien (OTS) - 10 Jahre AUVA Außenstelle Oberwart: "Wir sind stolz auf unsere Leistungsbilanz im Burgenland. Mit der geringsten Unfallrate von 28 auf 1.000 Versicherte teilte sich das Burgenland im Jahr 2008 den 1. Platz in der österreichischen Arbeitsunfallstatistik mit Tirol. Trotz eines Zuwachses an Versicherten ist es uns seit 1999 gelungen, die Anzahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten auf nahezu demselben Stand zu halten. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Betriebe mit maximal 50 Beschäftigten, die von unseren Präventionszentren "AUVAsicher" betreut werden" fasste Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA Landesstelle Wien, die Höhepunkte der ersten Dekade zusammen.

Als Festgäste zur 10-Jahre-Feier konnten am Donnerstag, dem 17. September 2009, um 10 Uhr in der Aula des Bürogebäudes Atrium am Oberwarter Hauptplatz begrüßt werden: Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Gerhard Pongracz, in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl, Landtagsabgeordneter Norbert Sulyok, in Vertretung von LH-Stv. Mag. Franz Steindl, KommR Renate Römer, Obmann der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, AUVA, Dipl.-Ing. Peter Vavken, Generaldirektor der AUVA, Landessekretär Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA Landesstelle Wien, Vertreter der Wirtschafts-und Arbeiterkammer, des ÖGB, Österreichischen Roten Kreuzes, AMS Burgenland, Arbeitersamariterbundes, ÖAMTC, Landespolizeikommandanten, Arbeitsinspektorates und des Zivilschutzverbandes sowie LandesinnungsmeisterInnen.

"Ziel der 1999 eröffneten Außenstellen der AUVA Landesstelle Wien in St. Pölten und Oberwart war den Versicherten - vor allem den Versehrten - und Partnern den Weg in die Landesstelle in Wien zu ersparen bzw. zu verkürzen und die Abwicklung zu beschleunigen. Die Präsenz im Burgenland sollte verstärkt und Informationslücken im Interesse des allgemeinen Sicherheitsniveaus sollten rascher geschlossen werden. In vielen Fällen wussten die Betroffenen und ihre Angehörigen nicht, dass sie Anspruch auf die Unterstützung der AUVA haben.

Das Konzept ist voll aufgegangen: Im Gründungsjahr übernahm die AUVA in eigens dafür geschaffenen Präventionszentren "AUVAsicher" die kostenlose sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung der Betriebe mit maximal 50 Beschäftigten. 2008 wurden 81,3 Prozent der in Frage kommenden Betriebe betreut und dort rund ca. 40.000 ArbeitnehmerInnen - mehr als die Hälfte aller burgenländischen Beschäftigten - erreicht. Bei der jüngsten Kundenzufriedenheitsmessung gaben rund 84 Prozent nach der Betreuung an, sehr zufrieden zu sein. Gemeinsam konnte die Anzahl der Arbeitsunfälle von 304 im Jahr 2000 auf 190 (2008) gesenkt werden." sagte Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der für das Burgenland zuständigen AUVA Landesstelle Wien bei ihrer Begrüßung.

Landesstellenvorsitzender Rudolf Silvan betonte: "Die vier Säulen der AUVA, nämlich die Unfallprävention, die Unfallheilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung, sind neben der Vermeidung von menschlichem Leid auch volkswirtschaftlich außerordentlich wichtig und vermeiden Armut! Die AUVA bringt sehr viele Menschen, die einen Arbeitsunfall hatten bzw. an einer Berufskrankheit leiden, durch Umschulung oder Arbeitsplatzadaptierung wieder in den Arbeitsprozess zurück und gilt die Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Unfallrenten ab."
Er wünschte den Beschäftigten der Außenstelle Oberwart weiter viel Erfolg und den bei der AUVA versicherten Burgenländerinnen und Burgenländern eine unfallfreie Zukunft.

Generaldirektor Dipl.-Ing. Peter Vavken betonte den Wunsch der AUVA mit allen anderen Sozialpartnern in Zukunft partnerschaftlich zusammenzuarbeiten: auch die Nutznießer gemeinsamer Aktionen sollten ihren Beitrag leisten.

Obmann KommR Renate Römer bezeichnete die Vorsorge für die Mitarbeiter als Kennzeichen eines guten Unternehmers. Sie hob die Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA hervor, weil sich damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt:
"Prävention, also Verhütung von Unfällen und Vorbeugung von Berufskrankheiten, senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten."

Das derzeit innerhalb der AUVA laufende Programm der Prozeßoptimierung sei zukunftsweisend, dynamisch und beispielhaft. Römer unterstrich das Ziel der AUVA, bis 2020 ein Spartenmodell anzustreben, in dem die AUVA der einzige soziale Unfallversicherungsträger in Österreich ist.

Die Aufgaben der Außenstelle wurden im Jahr 2002 um die Abwicklung und Auszahlung von Entgeltfortzahlungszuschüssen (EFZ) an Klein- und Mittelunternehmen mit bis zu 50 DienstnehmerInnen nach Privat- und Arbeitsunfällen erweitert. 2005 kamen Entgeltfortzahlungen für Arbeitsverhinderungen durch Krankheit dazu. Seither haben sich die EFZ-Anträge mehr als verdoppelt.
Um die zusätzlichen Aufgaben optimal zu erfüllen, wurde auch die Anzahl der MitarbeiterInnen auf vierzehn verdoppelt.

Die AUVA kann seit 1999 auf zahlreiche Aktionen im Burgenland verweisen:

Aktionen der AUVA

  • AUVA Pflegepreis (jährlich seit 1998)
  • Großer Sicherheitspreis für Baulehrlinge (jährlich seit 2000)
  • Aktion für mehr Sicherheit und Gesundheit am Bau: "SOS-Sicherheit Ordnung Sauberkeit" (seit 2003)
  • Aktion Persönliche Schutzausrüstung für Lehrlinge in Berufschulen - jedem Lehrling seine PSA (seit 2002)
  • Aktion Persönliche Schutzausrüstung für Straßenmeistereien im Burgenland
  • AUVA BusInfo - neue Art der Werbung im Bereich der Prävention
  • Aktion Gesunde Haut mit UV-Schutz im Freien (für Bauarbeiter) und Hautschutz in Reinigung und Metallverarbeitung
  • Projekt Umsetzung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes in der Praxis speziell für Genossenschaftsbauten im Burgenland

Aktionen mit Partnern

  • Aktuell im Jubiläumsjahr: BABA UND FALL NET! im Burgenland -Projekt mit der Wirtschaftskammer Burgenland zur Senkung der Sturzunfälle
  • Aktion qualifizierte Mauerlehrlinge (Berufsnachweis) im Burgenland - Gemeinschaftsprojekt mit Wirtschaftkammer Burgenland und Bauinnung
  • Aktion Arbeiten am Dach - Projekt mit der Wirtschaftskammer Burgenland
  • "Blick und Klick" und "Hallo Auto" (seit 22 Jahren) für Volksschulen - Durchführung durch ÖAMTC
  • Geschwindigkeitsmessungen vor Volks- und Hauptschulen in Oberwart.

Das AUVA Servicezentrum im Bürogebäude Atrium, Hauptplatz 11, ist wochentags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Außenstellenchef Franz Szaffich aus Unterpullendorf stehen in der
Leistungsabteilung fünf MitarbeiterInnen für Erhebungsdienst, Rehabilitation, Prothesen-Betreuung und Entgeltfortzahlung zur Seite. Zwei "Fachkundige Organe" der Unfallverhütung betreuen Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Spezialgebiete sind die Fachbereiche Bau, Maschinensicherheit, und Holzbe-/-verarbeitung. Sechs Sicherheitsfachkräfte und ArbeitsmedizinerInnen sind im Präventionszentrum "AUVAsicher" tätig, das auch Externe beauftragt. Der Chefarzt der Landesstelle Wien kommt regelmäßig zu ärztlichen Begutachtungen und Prothesenvisiten und steht für Fragen der Versicherten zur Verfügung. Die Außenstelle ist unter der Telefonnummer: 03352 353 56 zu erreichen.

Fotos unter http://83.164.133.17/pindownload/login.do?pin=59AWB

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth, GWK,
Tel.: 02242 383 00, 0676 332 48 79
E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at

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