• 17.09.2009, 13:42:46
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Bundesheer-Personalvertretung: "rasch und lückenlos aufklären!" - Keine Infragestellung einer gut eingeführten Waffengattung

Wien (OTS) - Auch die Bundesheer-Personalvertretung nimmt Stellung
zu dem bedauerlichen Vorfall in Allentsteig. "Die Bevölkerung der
Region rund um Allentsteig lebt seit Jahrzehnten in gutem Einklang
mit unserem Bundesheer. Umso bedauerlicher ist es, wenn dieses
Grundvertrauen nun durch einen tragischen Zwischenfall, der Gott sei
Dank glimpflich ausgegangen ist, getrübt wird. Ich begrüße daher in
diesem Zusammenhang ausdrücklich die rasche, professionelle und
proaktive Art der Informationspolitik und Erledigung durch die
verantwortlichen Stellen des Bundesheeres. Auch der Besuch des
Verteidigungsminister Norbert Darabos gemeinsam mit Generalstabschef
Edmund Entacher in Allentsteig beweist, dass sowohl die Soldaten des
Bundesheeres als auch unsere Ressortführung an einer raschen und
lückenlosen Aufklärung dieses bedauerlichen Zwischenfalles arbeiten.
Dies ist notwendig, um das Vertrauen der Bevölkerung zu halten bzw.
neu zu gewinnen", sagte dazu der Vorsitzende des Zentralausschusses
beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport,
Oberstleutnant Peter Schrottwieser.

Die Personalvertretung des Bundesheeres werde bei der Aufarbeitung
dieses Vorfalles jedenfalls aktiv mitwirken und dabei auch allen
beteiligten Soldaten zur Seite stehen. "Wichtig ist auch, dass
zunächst völlig transparent die Ursachen dieses Vorfalles geklärt
werden und es dabei zu keinen pauschalen Vorverurteilungen von
Bediensteten kommt. Es gilt nun zunächst, die Ursachen des Unfalles
zu klären", so Schrottwieser.

Aufklärungs- und Artillerietruppe hat auch in Zukunft eine wichtige
Aufgabe

In diesem Zusammenhang wandte sich Schrottwieser entschieden gegen
eine pauschale Diskreditierung einer gesamten Waffengattung. "Es darf
nun keine, in einem ersten Reflex unüberlegte Infragestellung eines
über Jahrzehnte gut eingeführten Waffensystemes bzw. Waffengattung
geben. Unsere Artillerie- und Aufklärungstruppe hat ja gerade in
Zukunft eine wichtige Aufgabe zum Eigenschutz der Truppe, v.a. bei
den immer wichtiger werdenden Auslandseinsätzen des Bundesheeres.
Ohne Aufklärung und entsprechende Artillerieunterstützung bei
möglichen Lage-Eskalationen gibt es einfach keinen wirksamen
Truppenschutz. Wer gegen die Aufklärungs- und Artillerietruppe ist,
gefährdet auch potentiell den Schutz unserer Soldaten im Einsatz.
Auch in diesem Punkt erwarten sich die Bediensteten des Bundesheeres
die Unterstützung der Ressortführung, alles andere wäre
unverantwortlich und unehrlich", so Schrottwieser abschließend.

Rückfragehinweis:
Obstlt Peter Schrottwieser
Stellvertretender Vorsitzender der GÖD/Bundesheergewerkschaft
Vorsitzender des Zentralausschusses im BMLVS
Tel.: +43 (0) 664 622 1264

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