Bundesheer-Personalvertretung: "rasch und lückenlos aufklären!" - Keine Infragestellung einer gut eingeführten Waffengattung

Wien (OTS) - Auch die Bundesheer-Personalvertretung nimmt Stellung zu dem bedauerlichen Vorfall in Allentsteig. "Die Bevölkerung der Region rund um Allentsteig lebt seit Jahrzehnten in gutem Einklang mit unserem Bundesheer. Umso bedauerlicher ist es, wenn dieses Grundvertrauen nun durch einen tragischen Zwischenfall, der Gott sei Dank glimpflich ausgegangen ist, getrübt wird. Ich begrüße daher in diesem Zusammenhang ausdrücklich die rasche, professionelle und proaktive Art der Informationspolitik und Erledigung durch die verantwortlichen Stellen des Bundesheeres. Auch der Besuch des Verteidigungsminister Norbert Darabos gemeinsam mit Generalstabschef Edmund Entacher in Allentsteig beweist, dass sowohl die Soldaten des Bundesheeres als auch unsere Ressortführung an einer raschen und lückenlosen Aufklärung dieses bedauerlichen Zwischenfalles arbeiten. Dies ist notwendig, um das Vertrauen der Bevölkerung zu halten bzw. neu zu gewinnen", sagte dazu der Vorsitzende des Zentralausschusses beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, Oberstleutnant Peter Schrottwieser.

Die Personalvertretung des Bundesheeres werde bei der Aufarbeitung dieses Vorfalles jedenfalls aktiv mitwirken und dabei auch allen beteiligten Soldaten zur Seite stehen. "Wichtig ist auch, dass zunächst völlig transparent die Ursachen dieses Vorfalles geklärt werden und es dabei zu keinen pauschalen Vorverurteilungen von Bediensteten kommt. Es gilt nun zunächst, die Ursachen des Unfalles zu klären", so Schrottwieser.

Aufklärungs- und Artillerietruppe hat auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe

In diesem Zusammenhang wandte sich Schrottwieser entschieden gegen eine pauschale Diskreditierung einer gesamten Waffengattung. "Es darf nun keine, in einem ersten Reflex unüberlegte Infragestellung eines über Jahrzehnte gut eingeführten Waffensystemes bzw. Waffengattung geben. Unsere Artillerie- und Aufklärungstruppe hat ja gerade in Zukunft eine wichtige Aufgabe zum Eigenschutz der Truppe, v.a. bei den immer wichtiger werdenden Auslandseinsätzen des Bundesheeres. Ohne Aufklärung und entsprechende Artillerieunterstützung bei möglichen Lage-Eskalationen gibt es einfach keinen wirksamen Truppenschutz. Wer gegen die Aufklärungs- und Artillerietruppe ist, gefährdet auch potentiell den Schutz unserer Soldaten im Einsatz. Auch in diesem Punkt erwarten sich die Bediensteten des Bundesheeres die Unterstützung der Ressortführung, alles andere wäre unverantwortlich und unehrlich", so Schrottwieser abschließend.

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Obstlt Peter Schrottwieser
Stellvertretender Vorsitzender der GÖD/Bundesheergewerkschaft
Vorsitzender des Zentralausschusses im BMLVS
Tel.: +43 (0) 664 622 1264

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