ÖBB-Gesundheitsdaten. Kleiner Vorgeschmack auf ELGA.

Wien (OTS) - Während für das Gesundheitssystem ein 1,7 Milliarden Sparpaket geschnürt wird, das nur in den Augen Ahnungsloser ohne Leistungskürzungen für Patientinnen und Patienten zu erfüllen ist, während in ganz Europa ein Datenskandal den nächsten hetzt, während aktuell die Dienstnehmer der ÖBB Opfer schwerwiegender Datenschutzverletzungen sind und niemand wahrheitsgemäß ausspricht, dass das keine Panne, sondern die von ökonomiegetriebenen Managern gewünschte Wirklichkeit ist, trifft einigermaßen feudal ELGA seine potentiellen USER.

Es gibt nichts zwischen Ärzten und Patienten, nichts zwischen Ärzten und ihren Vertragspartnern , nichts zwischen Bürgern und der Sozialversicherung, nichts zwischen Krankenhäusern und niedergelassener Ärzteschaft, kurz nichts zwischen den Vertragspartnern und Trägern des Gesundheitssystems, das nicht schon jetzt in elektronischer Form vorläge und elektronisch austauschbar wäre.

Österreichs Ärztinnen und Ärzte brauchen ELGA nicht, und auch die Patientenschaft sollte sich davon nichts Vorteilhaftes erwarten.

Auf ELGA hofft die Industrie, die über das gigantomanische österreichische Modell die Blätter der Auftragsbücher rascheln hört, auf ELGA hofft eine kontrollwütige Wirtschaft und datengeile Bürokratie, die sich Einblick in die privatesten Daten ihrer Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer, ihrer Bürgerinnen und Bürger wünschen.

Wer trägt die Verantwortung für dieses Projekt, wer für die Unsummen, die in seine Finanzierung fließen.

Es gibt funktionierende Alternativmodelle, schlank, bürgerzentriert, angemessen in den Kosten, auf vorhandene Infrastruktur aufbauend, den geltenden Datenschutzbestimmungen entsprechend.

ELGA nach dem österreichischen Modell führt von der Behandlung kranker Menschen zur Verwaltung von Krankheiten, leitet nicht genannte Riesensummen aus dem Gesundheitsbudget in die Gesundheitsbürokratie um und ersetzt Vertrauen durch Überwachung. Diese ELGA kommt uns alle teuer zu stehen. Wir sollten uns diese ELGA aus finanziellen und aus humanitären Gründen nicht leisten.

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Österreichischer Hausärzteverband
Dr. Christian Euler
Tel.: 02685 607772

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