ÖGJ fordert 1.000 Euro Erstwohnungsbeihilfe

Mieten 17-mal so stark gestiegen wie Inflationsrate

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Die Inflation ist eigentlich niedrig, aber die Kosten fürs Wohnen explodieren. "Während die Experten diskutieren, warum das so ist, fordert die ÖGJ Sofortmaßnahmen, zum Beispiel eine Erstwohnungsbeihilfe in Höhe von 1.000 Euro", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).++++

Die Kosten fürs Wohnen werden in Österreich immer teurer. Während die allgemeine Teuerung im August mit 0,3 Prozent (VPI) kaum vorhanden war, sind laut Statistik Austria die Mieten im Jahresabstand mit 5,3 Prozent gleich 17-mal so stark gestiegen.

Jugendliche werden früher oder später die eigenen vier Wände beziehen wollen. All jene, die diesen Schritt gewagt haben, wissen welche Kosten dadurch entstehen, z. B. Kaution, Möbel, Küche und eine Reihe von versteckten Kosten, die nie bedacht werden. "Selten haben Jugendliche das Geld für die erste Wohnung angespart, weswegen sie entweder einen Kredit aufnehmen oder hoffen müssen, dass sie das Geld oder Geschenke von Verwandten erhalten. Aus diesem Grund muss der Bund die Jugendlichen beim erstmaligen Auszug aus dem Elternhaus unterstützen und eine Erstwohnungsbeihilfe in Höhe von 1.000 Euro beisteuern", fordert Michlmayr.

Gerade junge Menschen, die wenig verdienen, müssen oft die Hälfte ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Die Wohnbauwirtschaft sollte die Bedürfnisse junger Menschen schon in der Planungsphase berücksichtigen: Mehr kleine und billige Einheiten müssen gebaut werden. Michlmayr: "Die erste eigene Wohnung ist für junge Menschen ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit - und muss auch in Zukunft leistbar bleiben."(fk)

ÖGB, 17. September 2009 Nr. 532

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