Medienenquete: Offener Protest-Brief

Plattform "Rettet den ORF" nicht eingeladen.

Wien (OTS) - Das Mitglied der Aktion "Rettet den ORF", Kurt Bergmann, (ehemaliger ORF Generalsekretär und ÖVP Abg. z. NR) richtete im Zusammenhang mit der morgigen Medienenquete im Parlament einen "Offen Protestbrief" an die Präsidentin des Nationalrates. "Ich empfinde es als Desavouierung und Beleidigung das grade jene Gruppe mundtot gemacht wird, von der die Initiative zu dieser Enquete ausgegangen ist", erklärte Bergmann dazu

Sehr geehrte Frau Präsidentin des Nationalrates,
sehr geehrte Frau Abgeordnete Mag. Barbara Prammer!

Der Alarmschrei der Plattform "Rettet den ORF" konnte im heurigen Frühjahr, unterstützt von den unabhängigen Zeitungen, "Kurier", "Der Standard", "Die Presse", "Wirtschaftsblatt", "Kleine Zeitung", "Oberösterreichische Nachrichten", "Salzburger Nachrichten", "Tiroler Tageszeitung", "Vorarlberger Nachrichten", "Falter", und "Die Furche", einen bedrohlichen Anschlag der Politik auf die Unabhängigkeit des Österreichischen Rundfunks verhindern.

Nachdem sich die ORF interne Initiative "SOS - ORF" den Forderungen der Plattform beigetreten war, fanden sich in der Folge die Filmwirtschaft, NGO,s und Vertreter des ORF-Orchesters (RSO) unter der Dachmarke PRO ORF zur einer Aktionsgemeinschaft zusammen

Die Ziele der Plattform " Rettet den ORF" waren immer klar:

  • Sicherung der Unabhängigkeit des ORF durch Entpolitisierung der Gremien.
  • Sicherung der Unabhängigkeit durch Schaffung einer krisenfesten finanziellen Basis.
  • Festschreibung des Öffentlich-Rechtlichen Auftrags für ein qualitativ hochwertiges objektives und unparteiisches Programm.

Kaum jemand wäre berufener zu diesem Themenkreis der ja auch das zentrale Thema der Enquete umfasst, zu Stellung zu nehmen, als der unabhängige, interessensfreie und international anerkannte Medienexperte Univ.Prof. Dr. Wolfgang Langenbucher, der auch als offizieller Sprecher der Plattform "Rettet den ORF", fungiert.

Mit Verwunderung, bis Empörung stelle ich aber fest, dass der Sprecher der Plattform "Rettet den ORF" Univ. Prof. Dr. Wolfgang Langenbucher zur morgigen parlamentarischen Enquete offenbar ganz bewusst nicht eingeladen wurde und so eine konstruktiv kritische Stimme mundtot gemacht wurde.

Ich darf Sie daran erinnern, dass es Prof. Dr. Langenbucher und der langjährige Sprecher von "SOS - ORF, Dr. Peter Huemer waren, die Ihnen bereits am 16. April dieses Jahres den Vorschlag zur Abhaltung einer derartigen Enquete im Namen der Plattform "Rettet den ORF unterbreitet haben.

Besonders irreführend ist es, dass auf Ihrer Teilnehmerliste der aktive und engagierte Chefredakteur des Falter, Armin Thurnherr, -Mitglied jener Zeitungsgruppe, die uns half, die Frühjahrattacke abzuwehren - unter dem Titel der Plattform "Rettet den ORF" ausgeschildert wird, der legitimierte Sprecher dieser Protestinitiative aber von der Veranstaltung ausgeschlossen ist.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich weiß, dass es fast hoffnungslos ist, aber ich bitte Sie dennoch um einen letzten Versuch, den Sprecher unserer Plattform in die Enquete mit einzubeziehen.

Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung

Kurt Bergmann
(Mitglied der Plattform "Rettet den ORF")

PS: Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich eine Kopie dieses Schreibens als "Offenen Brief" an die Obleute der parlamentarischen Klubs, an die Medien und an die Mitglieder der Plattform "Rettet den ORF" weiterleiten werde.

Rückfragen & Kontakt:

Kurt Bergmann
Tel:0664 450 82 56

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0006