Ortstafeln - Dörfler: Smolle hat sich demaskiert

Agieren des Obmannes des Slowenenrates für Kärntens Landeshauptmann eine Schande

Klagenfurt (OTS) - Als einen "Brandstifter ersten Ranges" bezeichnete am Samstag der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler den Obmann des Rates der Kärntner Slowenen und früheren Parlamentsabgeordneten Karel Smolle.

Indem dieser über Slowenien Druck auf Österreich und Kärnten ausüben und somit die Republik und ein Bundesland quasi erpressen wolle, habe er seine Geisteshaltung unter Beweis gestellt, meinte der Landeshauptmann zu einem Zeitungsinterview Smolles, in dem dieser ein Ende des Dialoges zwischen der slowenischen Minderheit und der Politik angekündigt hatte.

"Karel Smolle hat sich, ebenso wie schon zuvor der rasende Rechtsbrecher Rudi Vouk, klar ins Abseits gesellschaftspolitischer Gepflogenheiten gestellt", betonte Dörfler. Mit seiner Mitteilung, es "ist uns gelungen, die slowenische Politik um 100 Grad zu drehen" und es dadurch "mehr Druck auf Österreich" geben werde, habe sich der Obmann des Ratsvereines demaskiert. "Smolles Motto und das seiner wenigen Getreuen lautet: Mit Laibach gegen Klagenfurt und Wien." Damit stelle sich Smolle auch klar gegen die Interessen seiner eigenen Volksgruppe, welche ein friedliches Miteinander und einen Dialog wolle. Dörfler: "Dieses Agieren ist eine Schande."

Auf der anderen Seite, so der Landeshauptmann, verlange Smolle einen "sofortigen Dialog" über eine automatische Slowenen-Vertretung im Landtag. Hier poche er sehr wohl auf Gespräche. "Karel Smolle soll auch darüber mit der slowenischen Regierung plaudern", empfahl Dörfler dem Slowenenfunktionär.

Der Landeshauptmann bekräftigte, dass die seinerzeit von Bundeskanzler Bruno Kreisky initiierte Ortstafel-Lösung - Aufstellen zweisprachiger Tafeln auf Basis eines 25-Prozent-Anteils slowenischsprachiger Bevölkerung - unverrückbar sei: "Was für Kreisky gut war, sollte auch für uns gut sein." Weiters erteilte er der Forderung Sloweniens, die Rechtsnachfolge des kommunistischen Jugoslawien antreten zu wollen, eine klare Absage. Befremdend sei, dass sich Slowenien vor nicht einmal 20 Jahren blutig von Jugoslawien gelöst habe und sich nun als dessen Nachfolgestaat deklarieren wolle. "Mit dem gleichen Recht könnten dies Serbien, Kroatien oder Bosnien verlangen", so der Landeshauptmann abschließend.

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