- 11.09.2009, 12:08:56
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Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Wirtschaftskammer Wien unterstützt "ein bisschen" die ZuwanderInnen
SWV-Strobl: Präsidentin Jank verweigert immer noch passives Wahlrecht für ZuwanderInnen
Wien (OTS) - Auf die heutige Kampagnenpräsentation unter dem Motto
"Wiens Wirtschaft spricht alle Sprachen", reagierte SWV
Wien-Präsident Fritz Strobl äußerst positiv: "Endlich hat auch
Präsidentin Jank begriffen, welch' hohen Stellenwert die
zugewanderten UnternehmerInnen für Wien haben. Ich freue mich sehr,
dass sich die Wirtschaftskammer Wien zu dieser gemeinsamen Kampagne
mit der Stadt Wien entschlossen hat und somit eine langjährige
Forderung des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien endlich
umgesetzt wurde." Seit vielen Jahren ist es dem SWV Wien ein
Anliegen, dass muttersprachliche Beratung in der Wirtschaftskammer
Wien angeboten wird und zugewanderte UnternehmerInnen jenen
Stellenwert bekommen, der ihnen seit langem zusteht. Fritz Strobl:
"Die zugewanderten UnternehmerInnen haben mittlerweile alle Branchen
erobert und das ist gut so! Sie zahlen Steuern, beschäftigen
MitarbeiterInnen, bilden Lehrlinge aus und tragen erheblich zur
Wertschöpfung in unserer Stadt bei. Ich freue mich, dass die
Wirtschaftskammer Wien endlich aufgewacht ist und jetzt auch 'ein
bisschen' mehr Service für zugewanderte Selbstständige bietet!"
Doch auch wenn die Wirtschaftskammer Wien nach und nach die
langjährigen Forderungen des SWV Wien umsetzt, so verweigern
Präsidentin Jank und ihr ÖVP- Wirtschaftsbund den zugewanderten
Selbstständigen seit Jahrzehnten das Recht auf ihre eigene
Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer - also auf das passive
Wahlrecht -, wenn sie nicht die österreichische Staatsbürgerschaft
besitzen. Fritz Strobl: "Ich weiß schon, dass der ÖVP-Wirtschaftsbund
jetzt wieder darauf pochen wird, dass zugewanderte UnternehmerInnen
aus jenen Ländern, wo ein gegenseitiges Abkommen besteht, sehr wohl
für die Wirtschaftskammerwahl kandidieren dürfen. Ja, das ist
korrekt! Aber es ist doch endlich mal an der Zeit, dass wir von
dieser Prinzipienreiterei abgehen und einen Anfang machen! Warum
gehen wir nicht einen anderen Weg und kümmern uns nicht um
gegenseitige Abkommen, sondern um das Recht der ZuwanderInnen? Warum
beschließen wir nicht einfach, dass wir auch ohne dieses Abkommen,
den zugewanderten Selbstständigen das passive Wahlrecht geben? Warum
schließt Präsidentin Jank Menschen, die so wichtig für unsere Stadt
sind, aus?
Was bedeutet das NEIN zum passiven Wahlrecht für alle
zugewanderten Selbstständigen? "Das konstante NEIN des ÖVP
Wirtschaftsbundes bedeutet, dass UnternehmerInnen aus der Türkei oder
aus China, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen,
NICHT für die Wirtschaftskammerwahl kandidieren und somit ihre
KollegInnen NICHT vertreten dürfen", erläutert Strobl. Wie
Präsidentin Jank auch heute in ihrer Aussendung betont, prägen aber
ZuwanderInnen die Wiener Wirtschaft ganz entscheidend, bringen
zusätzliche Produkte und Dienstleistungen in die Stadt und stärken
mit grenzüberschreitenden Kontakten den Wirtschaftsstandort. "Da hat
Präsidentin Jank völlig recht. Jetzt ist es endlich an der Zeit, den
zugewanderten Selbstständigen, die täglich ihre PFLICHTEN erfüllen,
endlich auch ihre RECHTE zu geben", schloss Strobl.
Rückfragehinweis:
Mag. Marion Enzi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien Tel.:+43(1)5224766-12, Fax:+43(1)5224766-80 Mobil:+43(0)664-830 43 37 mailto:marion.enzi@wirtschaftsverband.at www.wirtschaftsverband-wien.at
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