- 11.09.2009, 11:54:15
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FCG-Schnedl eröffnet internationale Konferenz der Christgewerkschafter/innen in Trnava
21. KGZE: Bildung ganzheitlich - Schule, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen
Wien (FCG) - 56 christliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
aus 14 Ländern Europas treffen sich derzeit zur 21. Konferenz für
gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa (KGZE) in Trnava
(Slowakei), um über die Bildung der Zukunft zu beraten. Der
Bundesvorsitzende der FCG, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl begrüßte
heute, Freitag, den 2. Nationalratspräsidenten, Fritz Neugebauer, den
ÖVP-Bildungssprecher, Abg. z. NR. Werner Amon, sowie zahlreiche
weitere nationale und internationale Bildungsexperten.
In seiner Begrüßung betonte Schnedl, dass "gerade in Zeiten der Krise
Bildung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von größter
Bedeutung ist. Gerade jetzt ist Aus- und Weiterbildung wichtiger denn
je. Bildung ist der wirksamste Schutz gegen Arbeitslosigkeit, darum
müssen wir uns ganz besonders dafür einsetzen, dass Unternehmen ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weiterbildung ermöglichen,
Lehrlinge eine qualitativ hochwertige Ausbildung und unsere
Schülerinnen und und Schüler die beste Schulbildung erhalten."
Im Rahmen der 21. KGZE wird "Bildung ganzheitlich" aus vielen
verschiedenen Perspektiven betrachtet. Das Bildungsdreieck "Familie -
Gesellschaft - Schule" ist ein zentraler Schwerpunkt der Tagung.
Dies betonte auch Neugebauer in seinen Grußworten. Für ihn ist
"gewerkschaftliche Bildungsarbeit unmittelbar mit Erfolg und
Misserfolg von gewerkschaftlicher Arbeit verbunden. Nur wenn wir hier
ansetzen, werden wir auch erfolgreich sein."
Neben der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit werden auch viele andere
Aspekte der Bildung beleuchtet.
Neugebauer dankte Vizepräsident Norbert Schnedl und der FCG dafür,
dass sie diese Plattform der Begegnung immer wieder anbietet. "Neben
der originären Aufgabe von Gewerkschaften im Sozialen Dialog
Arbeitnehmerfragen zu verhandeln und in die praktische Politik
einzubringen, neben den internationalen Kontakten, ist gerade die
gewerkschaftliche Bildungsarbeit Kernstück der täglichen Aufgabe von
Gewerkschaften. Diese muss von unseren Grundwerten der Personalität,
Subsidiarität und Solidarität getragen sein", so Neugebauer.
Bildung ist für Raf Chanterie, Präsident von EZA, der Dreh- und
Angelpunkt unserer Gesellschaft. Für ihn ist "sie der Schlüssel zu
Integration und zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Gerade wir als
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter müssen uns dafür einsetzen."
Dem Thema "Bildungspolitische Herausforderungen im 21. Jahrhundert"
widmete sich Amon in seinem Referat. Für ihn ist Subsidiarität im
Bildungsbereich sehr wichtig, aber dennoch sollte man einen
europäischen Bildungskanon andenken, um eine Vergleichbarkeit zu
schaffen.
Amon betonte in seinem Beitrag, dass die Schulen heute sehr viele
Aufgaben zu bewältigen haben und eine hohe Verantwortung tragen: "Da
ist es die Aufgabe der Politik, die Bildungseinrichtungen in Ruhe
arbeiten zu lassen. Die Schule darf nicht zu einem ständigen
Versuchsobjekt werden, wie es derzeit scheint."
Weiters setzte sich Amon kritisch mit internationalen
Vergleichsstudien auseinander und plädierte für die Stärkung der
Schulpartnerschaft als Voraussetzung für verständnisvolle und
ertragreiche Bildungsarbeit.
Die KGZE findet vom 10. bis 13. September 2009 bereits zum 21. Mal
statt. In diesem Jahr treffen sich 56 christliche Gewerkschafterinnen
und Gewerkschafter aus 14 Ländern Europas in Trnava.
Rückfragehinweis:
FCG-Pressereferat, Anneliese Rothleitner-Reinisch
Tel.: 0664-614 50 52, Mail: [email protected]
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