FCG-Schnedl eröffnet internationale Konferenz der Christgewerkschafter/innen in Trnava

21. KGZE: Bildung ganzheitlich - Schule, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen

Wien (FCG) - 56 christliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus 14 Ländern Europas treffen sich derzeit zur 21. Konferenz für gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa (KGZE) in Trnava (Slowakei), um über die Bildung der Zukunft zu beraten. Der Bundesvorsitzende der FCG, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl begrüßte heute, Freitag, den 2. Nationalratspräsidenten, Fritz Neugebauer, den ÖVP-Bildungssprecher, Abg. z. NR. Werner Amon, sowie zahlreiche weitere nationale und internationale Bildungsexperten.

In seiner Begrüßung betonte Schnedl, dass "gerade in Zeiten der Krise Bildung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von größter Bedeutung ist. Gerade jetzt ist Aus- und Weiterbildung wichtiger denn je. Bildung ist der wirksamste Schutz gegen Arbeitslosigkeit, darum müssen wir uns ganz besonders dafür einsetzen, dass Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Weiterbildung ermöglichen, Lehrlinge eine qualitativ hochwertige Ausbildung und unsere Schülerinnen und und Schüler die beste Schulbildung erhalten."

Im Rahmen der 21. KGZE wird "Bildung ganzheitlich" aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachtet. Das Bildungsdreieck "Familie -Gesellschaft - Schule" ist ein zentraler Schwerpunkt der Tagung.

Dies betonte auch Neugebauer in seinen Grußworten. Für ihn ist "gewerkschaftliche Bildungsarbeit unmittelbar mit Erfolg und Misserfolg von gewerkschaftlicher Arbeit verbunden. Nur wenn wir hier ansetzen, werden wir auch erfolgreich sein."

Neben der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit werden auch viele andere Aspekte der Bildung beleuchtet.

Neugebauer dankte Vizepräsident Norbert Schnedl und der FCG dafür, dass sie diese Plattform der Begegnung immer wieder anbietet. "Neben der originären Aufgabe von Gewerkschaften im Sozialen Dialog Arbeitnehmerfragen zu verhandeln und in die praktische Politik einzubringen, neben den internationalen Kontakten, ist gerade die gewerkschaftliche Bildungsarbeit Kernstück der täglichen Aufgabe von Gewerkschaften. Diese muss von unseren Grundwerten der Personalität, Subsidiarität und Solidarität getragen sein", so Neugebauer.

Bildung ist für Raf Chanterie, Präsident von EZA, der Dreh- und Angelpunkt unserer Gesellschaft. Für ihn ist "sie der Schlüssel zu Integration und zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Gerade wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter müssen uns dafür einsetzen."

Dem Thema "Bildungspolitische Herausforderungen im 21. Jahrhundert" widmete sich Amon in seinem Referat. Für ihn ist Subsidiarität im Bildungsbereich sehr wichtig, aber dennoch sollte man einen europäischen Bildungskanon andenken, um eine Vergleichbarkeit zu schaffen.

Amon betonte in seinem Beitrag, dass die Schulen heute sehr viele Aufgaben zu bewältigen haben und eine hohe Verantwortung tragen: "Da ist es die Aufgabe der Politik, die Bildungseinrichtungen in Ruhe arbeiten zu lassen. Die Schule darf nicht zu einem ständigen Versuchsobjekt werden, wie es derzeit scheint."

Weiters setzte sich Amon kritisch mit internationalen Vergleichsstudien auseinander und plädierte für die Stärkung der Schulpartnerschaft als Voraussetzung für verständnisvolle und ertragreiche Bildungsarbeit.

Die KGZE findet vom 10. bis 13. September 2009 bereits zum 21. Mal statt. In diesem Jahr treffen sich 56 christliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus 14 Ländern Europas in Trnava.

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