• 11.09.2009, 10:25:37
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Berlakovich: Energi(e)sche Bürgermeister gesucht

Klimafonds unterstützt Gemeinden auf dem Weg in die Energieautarkie

Wien (OTS) - "Die österreichischen Gemeinden spielen eine wichtige
Rolle in der Klima- und Umweltpolitik. Ich lade alle
Bürgermeisterinnen und Bürgermeis¬ter ein, ihre Gemeinde zu einer
Energie-Modellregion zu machen. Unsere Regionen haben enorm viel
Potenzial zu einer neuen Energiebereitstellung und Energienutzung.
Viele zuvor unterwickelte Regionen haben bereits ihr Konzept einer
gesteigerten Energieunabhängigkeit realisiert und sich zu
aufstrebenden Gebieten mit Vorbildcharakter entwickelt. Denn eine
nachhaltige und sichere Energieversorgung bringt Green Jobs und
regionale Wertschöpfung", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki
Berlakovich heute im Rahmen des Festaktes anlässlich des 56.
Österreichischen Gemeindetages, der seit gestern in Lech (Vorarlberg)
stattfindet.

In seinem Statement hob Berlakovich seine Vision der
Energieautarkie klar hervor: "Für manche klingt es nach wie vor
utopisch, aber für mich ist das der einzig logische Weg. Je mehr
erneuerbare Energie wir selbst produzieren, desto unabhängiger werden
wir von fossilen Energieimporten und desto näher kommen wir an unser
Ziel".

Als Beispiel für einen gelungen Umstieg zur Energieautarkie führte
der Minister die Stadt Güssing an: "Güssing hat sich durch ein
Energieeffizienzprogramm und den Einsatz erneuerbarer Energieträger
in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Ökomusterregion
erworben und zeigt uns, welche regionalen Vorteile das Engagement für
eine möglichst unabhängige Energieversorgung mit sich bringen kann."

Um den Umstieg in Richtung Energieautarkie zu erleichtern, gibt es
seit kurzem speziell für Gemeinden und Regionen einen
Förderschwerpunkt des Klima- und Energiefonds. Das Programm richtet
sich an alle österreichischen Gemeinden und Regionen, die ihr
Potential an Energieeffizienz und der vorhandenen, natürlichen
Ressourcen nutzen wollen. Ziel des Programms ist es, neue
Modellregionen bei der Gründung und während der Aufbauphase auf dem
Weg zur Energieautarkie zu unterstützen.

Die Unterstützung des Klima- und Energiefonds versteht sich als
Impuls und Begleitung für den angestrebten Systemwechsel. Gefördert
wird der Aufbau von Klima- und Energiemodellregionen über einen
Zeitraum von zwei Jahren. Für die ausgewählten Modellregionen stehen
maximal je 100.000 Euro zur Verfügung. Besonders begrüßt werden
sektorübergreifende bzw. integrative Lösungsansätze sowie die
Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden. Der Prozess muss zu mindestens 40
Prozent aus Eigenmitteln mitfinanziert werden.

Insgesamt stehen für dieses neue Förderprogramm 4,5 Millionen Euro
zur Verfügung. "Mit 4,5 Millionen Euro Fördervolumen können wir etwa
50 österreichische Regionen bei der Entwicklung ihrer Ideen und
Konzepte für eine maßgeschneiderte autarke Energiezukunft
unterstützen. Das ergibt hochgerechnet in Summe eine Reduktion von
Kohlendioxid um 2,5 Millionen Tonnen, 1,6 Milliarden zusätzliche
regionale Wertschöpfung und über 100.000 neue Arbeitsplätze", betonte
Berlakovich.

Detaillierte Informationen zum neuen Förderprogramm des Klima- und
Energiefonds sind unter www.klimafonds.gv.at/modellregionen abrufbar.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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