Grüne Wien: Dialog zwischen lesbisch-schwuler Community und Wiener Polizei wird fortgesetzt

Mahrer und Schreuder "zuversichtlich, etwas verändern zu können"

Wien (OTS) - Der Dialog zwischen lesbisch-schwuler Community und
der Wiener Polizei wird fortgesetzt. Kürzlich fand das zweite Treffen zwischen VertreterInnen lesbisch-schwuler Lokale, die sich vor allem rund um den Naschmarkt befinden, sowie der Wiener Polizei statt.

Der Initatior, Grün-Gemeinderat Marco Schreuder, zeigt sich zuversichtlich: "Im persönlichen Gespräch können Probleme am besten gelöst werden. Das Verhältnis zwischen Exekutive und lesbisch-schwuler Szene ist historisch und von gegenseitigen Vorurteilen geprägt. Diskriminierungserfahrungen aus Zeiten des Totalverbots von Homosexualität bis 1971 sowie diskriminierender Paragrafen, die bis 2002 Gültigkeit hatten, prägten dieses Verhältnis. Ich freue mich, dass wir jetzt seitens aller Beteiligten an einer diskriminierungs-freien Zukunft arbeiten wollen." Bei dem Treffen waren auch Beamt- Innen der Kommissariate aus jenen Wiener Bezirken mit zahlreichen lesbisch-schwulen Lokalen vertreten. Das erleichtert ab nun auch den persönlichen Kontakt zwischen Exekutive und der lesbisch-schwulen Szene."

Landespolizeikommandant General Mahrer: "Sollten Hemmschwellen zur Polizei gespürt werden, kann man diese am besten durch Gespräche abbauen - hier gilt unser Angebot zum direkten Kontakt zu unseren Polizeiinspektionskommandanten."

Ein weiterer Schritt, der bei diesem Treffen vereinbart wurde: Die Wiener Polizei will mittels eigens für die lesbisch-schwule Szene entwickelten Materialien auf die Möglichkeiten des direkten Kontakts zur Polizeiinspektion und kriminalpolizeilichen Beratung hinweisen und sich als Helferin anbieten, denn: "Nach wie vor trauen sich viele Opfer homophober Gewalt nicht, diese Verbrechen anzuzeigen, weil sie ungeoutet leben. Dabei hat gerade die lesbisch-schwule Szene Interesse daran, dass diese Verbrechen geahndet werden", so Schreuder abschließend.

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