- 11.09.2009, 09:47:25
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Grüne Wien: Dialog zwischen lesbisch-schwuler Community und Wiener Polizei wird fortgesetzt
Mahrer und Schreuder "zuversichtlich, etwas verändern zu können"
Wien (OTS) - Der Dialog zwischen lesbisch-schwuler Community und
der Wiener Polizei wird fortgesetzt. Kürzlich fand das zweite Treffen
zwischen VertreterInnen lesbisch-schwuler Lokale, die sich vor allem
rund um den Naschmarkt befinden, sowie der Wiener Polizei statt.
Der Initatior, Grün-Gemeinderat Marco Schreuder, zeigt sich
zuversichtlich: "Im persönlichen Gespräch können Probleme am besten
gelöst werden. Das Verhältnis zwischen Exekutive und
lesbisch-schwuler Szene ist historisch und von gegenseitigen
Vorurteilen geprägt. Diskriminierungserfahrungen aus Zeiten des
Totalverbots von Homosexualität bis 1971 sowie diskriminierender
Paragrafen, die bis 2002 Gültigkeit hatten, prägten dieses
Verhältnis. Ich freue mich, dass wir jetzt seitens aller Beteiligten
an einer diskriminierungs-freien Zukunft arbeiten wollen." Bei dem
Treffen waren auch Beamt- Innen der Kommissariate aus jenen Wiener
Bezirken mit zahlreichen lesbisch-schwulen Lokalen vertreten. Das
erleichtert ab nun auch den persönlichen Kontakt zwischen Exekutive
und der lesbisch-schwulen Szene."
Landespolizeikommandant General Mahrer: "Sollten Hemmschwellen zur
Polizei gespürt werden, kann man diese am besten durch Gespräche
abbauen - hier gilt unser Angebot zum direkten Kontakt zu unseren
Polizeiinspektionskommandanten."
Ein weiterer Schritt, der bei diesem Treffen vereinbart wurde: Die
Wiener Polizei will mittels eigens für die lesbisch-schwule Szene
entwickelten Materialien auf die Möglichkeiten des direkten Kontakts
zur Polizeiinspektion und kriminalpolizeilichen Beratung hinweisen
und sich als Helferin anbieten, denn: "Nach wie vor trauen sich viele
Opfer homophober Gewalt nicht, diese Verbrechen anzuzeigen, weil sie
ungeoutet leben. Dabei hat gerade die lesbisch-schwule Szene
Interesse daran, dass diese Verbrechen geahndet werden", so Schreuder
abschließend.
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