- 11.09.2009, 09:46:13
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FMK-Maier: EU und GreenFacts bestätigen Mobilfunkwissen
Übersicht zu wissenschaftlichem Experten-Bericht über Auswirkungen von Mobilfunk veröffentlicht
Wien (OTS) - Können Mobiltelefone Krebs verursachen? Rufen
Sendemasten gesundheitliche Beeinträchtigungen hervor? Diese und
weitere Fragen werden in der Zusammenfassung des SCENIHR-Berichts von
der NGO "GreenFacts" beantwortet. Demnach hat die Forschung kein
erhöhtes Gehirntumor-Risiko für Menschen ergeben, die bis zu 10 Jahre
ein Handy benutzt haben. Ebenso findet sich auch kein erhöhtes Risiko
für Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. "Der
wissenschaftliche EU-Ausschuss hat mit seiner Bewertung das
bestehende Mobilfunkwissen gefestigt und die nun erschienene
Übersicht zum SCENIHR-Bericht kann helfen, dieses Wissen weiter zu
verbreiten", kommentiert FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier die
aktuelle Zusammenstellung.
Der SCENIHR-Bericht (Scientific Committee of Emerging and Newly
Identified Health Risks = wissenschaftlicher Ausschuss der
europäischen Kommission für neu identifizierte Gesundheitsrisiken)
basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und wurde
aktuell von der Brüsseler NGO "GreenFacts" (im Auftrag der
Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen
Kommission) übersichtlich zusammengefasst und gibt Antworten auf die
wichtigsten Fragen zu elektromagnetischen Feldern (EMF). Dabei werden
sowohl mögliche Auswirkungen auf Gruppen von Menschen, die in ihrem
Alltag elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind, als auch Effekte,
die im Laborversuch an freiwilligen Versuchspersonen, Tieren und
Zellkulturen beobachtet wurden, berücksichtigt. Basis der Beurteilung
der Expertengruppe ist ein Update eines wissenschaftlichen Gutachtens
der SCENHIR aus dem Jahre 2007 (Mögliche Effekte elektromagnetischer
Felder auf die menschliche Gesundheit).
In den vergangenen Jahren hat sich die Forschung eingehend mit dem
etwaigen Einfluss von elektromagnetischen Feldern (EMF), die von
Handys und Handymasten ausgehen, befasst. Die Studien beschäftigten
sich mit einer Reihe möglicher gesundheitlicher Wirkungen, die sowohl
im Labor als auch an der menschlichen Bevölkerung untersucht wurden.
Insgesamt zeigen diese Studien, dass Handys das Krebsrisiko nicht
erhöhen, besonders innerhalb einer Nutzungsdauer von 10 Jahren. Im
Rahmen des noch nicht abgeschlossenen Interphone-Projekts, das Daten
aus 13 Ländern zusammenbringt, wurden Studien veröffentlicht, die
dieses Ergebnis bestätigen. Dies scheint auch für Menschen der Fall
zu sein, die länger als 10 Jahre von Mobiltelefonen Gebrauch gemacht
haben. Allerdings benutzen nur wenige Menschen bereits seit über 10
Jahren ein Handy. Unterhalb der Grenzwerte haben wissenschaftliche
Studien kein erhöhtes Risiko für Symptome wie Kopfschmerzen und
Schwindelgefühl festgestellt. Neue Daten weisen allerdings auf einen
"Nocebo"-Effekt hin. Eine Reaktion, die durch die Überzeugung, oder
den Glauben, etwas sei schädlich, hervorgerufen wird.
Link:
GreenFacts: Elektromagnetische Felder (Zusammenfassung des
SCENIHR-Berichts):
http://www.ots.at/redirect/fmk1
SCENIHR-Bericht 2009:
http://www.ots.at/redirect/fmk2
GreenFacts ist eine unabhängige, gemeinnützige und unpolitische
Organisation bestehend aus Vertretern verschiedener
Interessensgruppen. Ihre Mission ist es, komplizierte
wissenschaftliche Konsensberichte zu Umwelt- und Gesundheitsthemen
Nichtspezialisten zugänglich zu machen.
http://www.greenfacts.org/de/infos/index.htm
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