• 10.09.2009, 12:52:55
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Anschober/Grüne: Das 100.000-Dächer-Zukunftsprogramm für Oberösterreich

Zusätzlich zur thermischen Solaroffensive will Rudi Anschober eine Offensive für Solarstrom und tausende Arbeitsplätze durch eine Photovoltaikproduktion in Oberösterreich starten

Linz (OTS) - Die Energierevolution muss fortgesetzt werden - nach
Biomasse, Energieeffizienz und thermischer Solarenergie nun auch bei
Solarstrom - so viel Strom, wie aus einem halben Reaktorblock in
Temelín, nur umweltverträglich und regional

LR Anschobers Ziel: 100.000 Sonnenstromdächer für Oberösterreich und
Oberösterreich als starkes Produktionsland für PV-Anlagen bis 2020 -
Vorbild Boom bei solarer Wärme: bereits 90.000 Dächer in
Oberösterreich ausgestattet, die 100.000er Grenze wird Ende 2010
überschritten und bis 2015 sollen weitere 60.000 Dächer folgen.

Nach 6 Jahren harter Arbeit ist Oberösterreich heute weltweit
Vorreiter einer neuen Energiepolitik - damit wurden in den
vergangenen 6 Jahren 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Oberösterreich ist bei der Ökoenergie in vielen Bereichen bereits die
Nr.1: bei der Erzeugung und Verwendung von Solaranlagen, bei der
Erzeugung und Verwendung von Biomasseanlagen, bei der Wasserkraft,
bei Energieeffizienz und Energieeinsparung und seit 2007 ist in
Oberösterreich der Energieverbrauch im Sinken. Von der größten
Zukunftstechnologie, dem Sonnenstrom, wird in Oberösterreich zwar am
meisten von allen Bundesländern erzeugt, aber dennoch auf Grund eines
katastrophalen Bundesfördergesetzes noch viel zu wenig - denn es
fehlt eine eigene Anlagenerzeugung in Oberösterreich.

Oberösterreich soll Europas Kompetenzzentrum für Erneuerbare
Energieträger und Energieeffizienz werden und 10.000e zusätzliche
Arbeitsplätze schaffen, daher muss diese Lücke geschlossen werden.
Voraussetzung für eine starke Produktion von PV-Modulen ist ein
starker Heimmarkt.

Anschobers Solar-Plan: Die Sonne ist die Energiezukunft und schickt
uns täglich 8.000mal mehr Energie als die Welt benötigt
1. Oberösterreich erarbeitet in den nächsten Monaten ein
100.000-Dächerprogramm für den Zeitraum 2010 bis 2020 (das ist rund
die Hälfte der in Oberösterreich für PV-Nutzung geeigneten Dachfläche
von Privathäusern).

2. Dafür notwendig sein wird eine Übernahme des deutschen
Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) in Österreich (so wie zuletzt von
Ägypten, Indien und China). Bereits rund 3000 Menschen haben die
entsprechende Online-Petition unter http://www.anschober.at
unterzeichnet. Die Grünen werden dieses Ziel in den nächsten Tagen
zur großen innenpolitischen Kraftprobe machen, eine Sondersitzung des
Nationalrates zum Thema ist bereits für 18. September anberaumt.

3. Gibt die Bundesregierung nicht nach, dann strebt LR Anschober ein
von Privaten, Firmen und Land Oberösterreich unterstütztes
Volksbegehren für die Durchsetzung des EEG bis Ende 2010 an.

4. Ergänzend dazu soll nach Plänen LR Anschobers Oberösterreich 2010
bis zum Start eines Ökostromgesetzes nach dem Vorbild des deutschen
EEG eine Förder- und Informationsoffensive für Solarstrom starten, um
vor allem den Übergang zu stark sinkenden Preisen zu attraktivieren.
Bereits in den vergangenen 6 Monaten sind die Preise von PV-Module um
25-30% gesunken. In den nächsten Jahren ist ein weiterer massiver
Preisrückgang zu erwarten.

5. Legislative Maßnahmen: verbindliche Einrichtung von
Solartankstellen verankert in der Bauordnung im mehrgeschossigen
Wohnbau sowie von Stromtankstellen bei der Errichtung von Tiefgaragen
und Parkhäusern sowie für öffentliche Einrichtungen.

6. Standortinitiative für das Schaffen einer geschlossenen
PV-Produktion in Oberösterreich.

7. OÖ-Forschungsoffensive im Bereich Photovoltaik:
LR Anschober fordert eine Gesamtdotierung von 10 Mio Euro/Jahr für
die kommende Legislaturperiode (inklusiv Bundes- und EU-Fördermittel)
sowie eine Öko-Job-Agentur für eine Ausbildungs- und
Umschulungsoffensive.

8. Eine Elektro-Mobilitätsoffensive inklusive eines Landesprogrammes
für Solartankstellen.

9. Forschungs- und Entwicklungsprogramm für das Netz-Last-Management
gemeinsam mit den oö. Energieversorgungsunternehmen.

10. Auf Basis der Erfahrung aus Deutschland sind mit diesen
Programmen 5.000 bis 10.000 neue Arbeitsplätze möglich - viele davon
für InstallateurInnen, TechnikerInnen, aber auch klassische
Produktionsarbeitsplätze.

Die Vorteile des Programms:
* Innovationsschub für Oberösterreich
* großer Schritt in Richtung energieautarkes Oberösterreich
* starker Beitrag zum Klimaschutz
* Aufbau einer Zukunftsindustrie
* 5.000 bis 10.000 Arbeitsplätze in Summe bis 2020
* nächster großer Schritt in eine dezentrale, regionale
Energieversorgung.

Rückfragehinweis:

Die Grünen Oberösterreich
   Mag. Dietmar Spöcker
   Pressereferent
   Tel.: 0664/831 75 35
   mailto: [email protected]
   http://www.ooe.gruene.at

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