Energy Globe Award 2009: Allein 16 Projekte aus dem "Ländle"

Passivhäuser, Elektromobilität, Industrieinnovation und spannende Konzepte

Traunkirchen (OTS) - Auch der Süden und Westen Österreichs präsentiert beeindruckende Öko-Ideen. Der Bogen spannt sich von Passivhäusern der Zukunft über spannende Modelle für Elektromobilität bis hin zu erfolgreichen Industrieinnovationen und Umweltinitiativen gepaart mit sozialem Engagement.

Hier einige interessante Projektbeispiele: Vorarlberg ist Vorreiter bei modernsten Passivhäusern und Modellregion für Elektromobilität. Ganze 16 Projekte unterstreichen das, u.a.: auf Initiative der Landesregierung treten im "Ländle" zur Zeit etwa 450 Radler täglich in die Pedale ihrer solaren Fahrräder, um bis 2010 festzustellen, wie viele PKWs damit ersetzt werden können. Im Rahmen des "Vlotte"-Programms werden 100 Elektroautos auf die Straße gebracht - ein E-Flitzer verbraucht übrigens bei 10.000 Jahreskilometern gerade soviel wie 2 E-Herde. Lifecycle Tower nennt sich die Entwicklung der Bregenzer Rhombergbau GmbH - ein bis zu 20-geschossiges Wohnhaus aus Holz im Baukastensystem das zugleich Energie produziert. Unter Federführung der Architekten Poppe*Prehal wurde das Eco2 Building - das erste komplette Passivhaus-Modulbausystem für Gewerbe und Industrie designt. Der Prototyp ist die Eine Welt Handel AG in Niklasdorf. Besonders aktiv ist auch die Gemeinde Altach , die eine Weltneuheit zur passiven Gebäudekühlung, einen Passivhauskindergarten und eine vorbildliche Privathaussanierung einreichte. Minus 70% CO2 Emissionen in nur 5 Jahren erreichte das e5-team Lustenau durch Sanierung der Gemeindegebäude und Umstellung auf saubere Energien. Vollsolar im Doppelpack für Feuerwehrhaus und Kindergarten und damit 95% Energieeinsparung war das Motto der e5- und Klimabündnisgemeinde Wolfurt. Ganz clever auch St. Gerold: der viergeschossige Holz-Gemeindegebäude ist fast energieautark. In Krumbach wiederum findet man die erste CO2 neutrale Wohnanlage Vorarlbergs - umgesetzt von Atrium Warger & Fink.

Auch Kärnten steckt voller Überraschungen: das Straßburger Ingenieurbüro Wasserwirt hat eine nur 3cm dicke Wandkonstruktion entwickelt, die im Hochbau - wo Platz sparen wichtig ist - ein Renner wird. Die Glanegger Firma Hirsch baute eine vollautomatische Palettenproduktionsanlage zur Herstellung superleichter (10 kg), zu 100% recyclebarer Polystyrol-Paletten. Wirtschaftlich und umweltfreundlich ist auch der geniale "Staubsauber" des findigen Bauunternehmers Herbert Kresnik aus St. Stefan i.L. der die beim Fräsen von Rissen entstehenden Staubproblem löst und obendrein in Fein- und Grobstaub trennt. Die Villacher Berglitsch:technik brachte ein Aggregat (Schwerstoffabschneider) auf den Markt, das bei der Aufbereitung von Haus- und Gewerbemüll Störstoffe absondert, die oft zu Betriebsstillständen führen. "Patentierte Mistwärme" heißt die geniale Idee der Lesachtaler RTS Trocknungstechnik, bei der Pferdemist mit einer Einstreu aus Holzspänen so entsorgt wird, daß daraus Energie gewonnen werden kann. Vorbildhaft auch die Gemeinde Diex, die verstärkt auf den Einsatz sauberer Energien setzt und diese auch fördert.

In Tirol verbindet man u.a. Umweltschutz mit sozialem Engagement:
die vom Abfallwirtschaftsverband Osttirol mit Unterstützung aller 33 Gemeinden des Bezirks in einer Althandysammelaktion zusammen gebrachten Spendengelder gehen an die Leukämie- und Kinderkrebshilfe Osttirol. Robert Neuner aus der Marktgemeinde Zirl will mit einer groß angelegten "Dorfreinigungsaktion" etwas für die Umwelt und die Integration von 15 Flüchtlingsfamilien zu tun, in dem er diese in die Aktion einbindet. Interessant auch das Projekt vom Plonerhof in Nikolsdorf: dort werden 500 Rinder zur Energiequelle, indem die anfallende Gülle samt Mist, Rasenschnitt und Silomais in einer100 kwH Anlage zu Biogas verarbeitet werden - die Abwärme heizt den Fermenter und angrenzende Wohnhäuser. Als Antwort auf die Transithölle hat das Komitee Aktion Umwelt Tirol A.U.T. Dachorganisation ein Konzept für einen unterirdischen Frachtbahnen-Tunnel zwischen München und Verona erstellt - eine Art Suez-Kanal für Europa, der sich für die Umwelt und Investoren rechnet und sofort umgesetzt werden könnte.

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