Karin Leitner: "Dementi reicht nicht"

Schmied muss belegen, dass die ÖVP zu Unrecht gegen sie kampagnisiert.

Wien (OTS) - Claudia Schmied wird von ihrer beruflichen Vergangenheit eingeholt. Wirtschaftsprüfer erheben schwere Vorwürfe gegen die - mittlerweile verstaatlichte - Kommunalkredit, in deren Vorstand die jetzige Ministerin von 2004 bis Anfang 2007 war. Die früheren Chefs sollen Geld zu riskant veranlagt haben. Später gab es große Verluste. Dazu kommt, dass die SPÖ gegen Boni für Manager auftritt - und Schmied einst solche kassiert hat. Die Opposition, aber auch der Koalitionspartner wittert angesichts dieser Konstellation politischen Gewinn. Ende September wird in Vorarlberg und Oberösterreich gewählt. "Doppelbödigkeit", "Zockerei" tönt es aus der ÖVP. Schmied ist empört. Während ihrer Zeit in der Bank sei in "bonitätsmäßig einwandfreie Papiere" investiert worden. Sie zeiht die Schwarzen einer üblen Kampagne. Diese rächten sich dafür, dass die SPÖ Ex-Finanzminister Molterer wegen der Spekulationsverluste der Bundesfinanzierungsagentur kritisiert hat.
Da mag etwas dran sein. Schmied muss aber belegen, dass an dem, was ihr vorgehalten wird, nichts dran ist. Sonst ist ihre Partei unglaubwürdig - mit ihrer Forderung nach "angemessenen" Gehältern für Firmenbosse und in ihrem Kampf gegen Stiftungen (die steirische SPÖ hatte eine) und Spekulanten.

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