GLOBAL 2000-Analyse zeigt: Mochovce-Umweltverträglichkeitsprüfung ist Ungenügend!

UmweltschützerInnen rufen zu Einspruch gegen Mochovce auf

Wien (OTS) - Heute beginnt die 30-tägige Einwendungsfrist gegen
die Erweiterung des Risikoreaktors Mochovce. Aus diesem Anlass präsentiert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ihre Analyse der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Fertigstellung der Reaktorblöcke von Mochovce 3 und 4. "Die slowakischen Dokumente sind lückenhaft und keine ernsthafte Basis für eine Umweltverträglichkeitserklärung. Die Hauptkritikpunkte am Risikoreaktoer Mochovce wurden nicht ausgeräumt, die meisten Punkte aus dem Vorverfahren bleiben unbeantwortet. Den slowakischen Dokumenten kann man nur ein klares Ungenügend attestieren", so Patricia Lorenz, Atomexpertin von GLOBAL 2000.

Im Detail bemängeln die UmweltschützerInnen an den slowakischen Dokumenten das Fehlen der vorgeschriebenen Alternativenprüfung. Es wurde kein Energieszenario ohne Mochovce 3 und 4 erstellt, die Windkraft wurde lediglich in einem Satz als für die Slowakei ungeeignet ausgeschlossen. Und das, obwohl sich gerade im benachbarten Österreich Windparks erfolgreich positionieren. Die Sicherheitsfragen werden mit einer minimalen Datendichte behandelt, so dass ExpertInnen grenzüberschreitende Auswirkungen eines Reaktorunfalls nicht seriös abschätzen können. Weiters wird in den vorgelegten Dokumenten für die Mochovce-Reaktoren nur der Absturz von kleinen Flugzeugen thematisiert. "Das Risiko durch den Absturz eines großen Flugzeuges wird von slowakischer Seite schlichtweg ausgeblendet. Es ist offensichtlich, dass das UVP-Verfahren nicht ernst genommen wird", so Lorenz. Obwohl das UVP-Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, wurden bereits regelwidrig die Bauaufträge vergeben und Teile der Bauarbeiten sind sogar bereits im Gange.

Ab heute läuft die 30-tägige Frist um Einsprüche gegen das wohl unverantwortlichste und gefährlichste Atomkraftwerk-Projekt Europas geltend zu machen. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat unter www.global2000.at eine Musterstellungnahme vorbereitet und ruft alle ÖsterreicherInnen auf, Einspruch zu erheben.

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