- 06.09.2009, 14:36:38
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Sommerreiseverkehr 2009: Laut ÖAMTC-Bilanz mehr Verkehr und häufiger Stau als im Vorjahr (+GRAFIK)
Rund 10 Prozent mehr Blechschlangen als 2008 - Auffahrunfälle waren Hauptursache für Verzögerungen
Wien (OTS) - Das Verkehrsaufkommen auf Österreichs Transitrouten
an den Ferienwochenenden war heuer stärker als in den vergangenen
zwei Jahren. Wirtschaftskrise und hohe Energiepreise hatten auf die
Urlaubslust der Deutschen und Österreicher offensichtlich keine oder
nur kaum Auswirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine erste Auswertung
der Verkehrsmeldungen der ÖAMTC-Informationszentrale.
Insgesamt wurden vom Club an den Samstagen und Sonntagen ab
Ferienbeginn bis -ende in Ostösterreich rund 550 Staus mit einer
Mindestlänge von 1,5 Kilometern gemeldet. Knapp 10 Prozent mehr als
im Vorjahr. "Allein die Dichte an Staus an den einzelnen Wochenenden
zeigt, dass der Trend zum Urlaub mit dem Auto heuer intensiver
ausgeprägt war als im Vorjahr", meint ÖAMTC-Verkehrsexperte Christian
Dachs. So gab es in den Ferien 2008 insgesamt drei Wochenenden mit
mehr als 60 Staus, heuer waren es drei Wochenenden, an denen sogar
über 70 Verzögerungen auf Hauptreiserouten registriert wurden.
Ein Trend ist allerdings deutlich zu erkennen. Viele
Urlaubsreisende werden zeitlich flexibler. Nach wie vor sind die
Samstage die staureichsten Reisetage im Sommer, es gab heuer auch an
den Freitagen und speziell Sonntagen häufiger Verzögerungen auf den
Transitrouten als in den vergangenen Jahren.
Tauern Autobahn am stärksten befahrene Urlauberstrecke
Die am stärksten belastete Strecke war auch in diesem Jahr die
Tauern Autobahn (A10). "13 Prozent aller Staus im Reiseverkehr
konzentrierten sich auf diese wichtige Achse Richtung Adria", so
Club-Experte Dachs, "gefolgt von West Autobahn (A1) mit 8 Prozent und
der Fernpass-Strecke (B179) mit 7 Prozent." Fast schon traditionell:
Der längste Stau wurde vor dem Tauern Tunnel Richtung Süden mit einer
Länge von knapp 35 Kilometern gemessen, 2008 lag der Rekord bei 40
Kilometern. Relativ wenig Effekt zeigte die im Frühjahr eröffnete
zweite Röhre des Katschberg Tunnels. Dazu Dachs: "Im Rückreiseverkehr
wurde weniger Stau vor dem Katschberg durch mehr vor dem Tauern
Tunnel kompensiert." Verbesserungen wird es laut ÖAMTC erst im Sommer
2010 geben, wenn der Tauern Tunnel während der Ferienzeit zweiröhrig
befahrbar sein wird, ehe die Sanierung der alten Röhre startet.
Häufigster Stauauslöser sind Unfälle
Übrigens: Wer glaubt, der Großteil der Staus werde durch bauliche
Engstellen, wie etwa einröhrigen Tunnels verursacht, der irrt
gewaltig. "Durchschnittlich mehr als 50 Prozent aller Behinderungen
im Reiseverkehr entstehen durch Auffahrunfälle", erklärt Dachs. Heuer
betrug der Anteil laut ÖAMTC-Auswertung 54 Prozent, 2008 waren es 52
Prozent. Bedingt durch das stärkere Verkehrsaufkommen stieg
allerdings der Prozentsatz an Staus durch Überlastung deutlich von 17
auf 25.
SERVICE:
Weitere Informationen, aktuelle Verkehrsübersicht und
Staumeldungen in Echtzeit als RSS-Feeds: www.oeamtc.at/verkehr
AVISO AN DIE REDAKTIONEN:
Übersichtsgrafik "Stauursachen im Sommerreiseverkehr" auf Anfrage
honorarfrei bei der ÖAMTC-Informationszentrale erhältlich.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
H. Beigl / C. Dachs
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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