• 03.09.2009, 10:23:51
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Alpbacher Wirtschaftsgespräche 2009: Smart Metering für mehr Energieeffizienz gefordert

Arbeitskreis "Smart Metering - die Zukunft der Versorgungssicherheit" spricht sich für die Einführung von intelligenten Zählern aus.

Alpbach (OTS) - "Smart Metering wird die Energieversorgung in
Österreich bedeutend verändern", betonte Christoph Bartenstein,
Associate bei A.T. Kearney, im Einstiegsstatement des vom Forum
Versorgungssicherheit und T-Systems initiierten Arbeitskreises.
Bartenstein wies auf die erst kürzlich von A.T. Kearney
veröffentlichte Smart Metering-Studie hin, aus der hervorgeht, dass
Smart Meter im Zählergeschäft von "Morgen" eine wesentliche Aufgabe
haben werden. "Smart Meter sind die technologische Basis für
Verbrauchstransparenz, Effizienzsteigerung und innovative
Energieprodukte", so Bartenstein weiter.

Smart Metering in Österreich noch in den Anfängen
In einigen wenigen europäischen Ländern ist Smart Metering bereits
umgesetzt. "In Österreich sind wir noch nicht so weit", merkte
Reinhard Brehmer, Sprecher der Sparte Netze des Verbandes der
Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), an: "Um eine Lösung zu
finden, verhandeln wir derzeit mit dem Regulator." Von Seiten der
Netzunternehmen ist klar, dass sich die Mehrkosten für Smart Metering
in den Tarifen wiederfinden sollen.
"Das zentrale Argument für Smart Metering ist die Möglichkeit den
Energieverbrauch mit flexiblen Lösungen zu optimieren, so wie es in
Nordamerika schon lange der Fall ist", betont Brehmer.

Vorzeigeland Schweden
Eine eindeutige Vorbildwirkung hat auch Schweden. Tomas Arnewid,
Leiter des Smart Metering-Projekts bei der Göteborg Energi,
berichtete dem Arbeitskreis seine Erfahrungen: "Zu Beginn standen wir
vor der Herausforderung, rund 275.000 Zähler auszutauschen. Mit der
Zeit wurde klar, dass nicht nur der Zählertausch, sondern die
Datenverarbeitung die meisten Ressourcen braucht."

Intelligente Technologien für Smart Metering bereits vorhanden
Informations- und Kommunikationstechnologien leisten einen wichtigen
Beitrag zu einer erfolgreichen Umsetzung von Smart Metering. Georg
Obermeier, Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Systems in
Österreich, verwies auf das Innovationsprojekt der Deutschen Telekom
"T-City Friedrichshafen": "Im Rahmen dieses Projektes sammeln wir
konkrete Erfahrungen bei der Einführung intelligenter Zähler- und
Abrechnungssysteme. 300 Haushalte können hier bereits die Vorteile
nutzen und ihren Energieverbrauch im Internet verfolgen. Die
technischen Voraussetzungen sind also keine Hürde, die offenen Fragen
zur Finanzierung, zu gemeinsamen Standards und Rahmenbedingungen
müssen allerdings noch geklärt werden."

Transparenz für die Kunden
Was Smart Metering zur Markteinführung wirklich braucht, ist aber
jetzt schon sicher: Einen klar erkennbaren Nutzen für den einzelnen
Haushalt bzw. Gewerbekunden. "Das Potenzial für langfristige und
relevante Einsparungen muss noch untersucht werden. Eine
nachvollziehbare Darstellung der eigenen Energienutzung wird von den
Daten abhängig sein, die die Smart Meter liefern. Dass dabei für
KundInnen eine professionelle Beratung sehr sinnvoll und notwendig
sein wird, muss im Gesamtkonzept berücksichtigt werden.", stellte
Gunda Kirchner, Geschäftsfeldleiterin Energiewirtschaft und -politik
von der Austrian Energy Agency (AEA) fest: "Nur durch eine
begleitende Energieberatung werden die Kunden in der Lage sein, die
Daten zu interpretieren und so ihr Verbrauchsverhalten zu ändern."
Kurt Gartlehner, Abgeordneter zum Nationalrat und
SPÖ-Bereichssprecher für Industrie und Technologie, griff dieses
Thema auf: "Bei der Einführung von Smart Metering müssen Konsumenten-
und datenschutzfreundliche Lösungen gefunden werden, die sich jeder
leisten kann", denn "Energiepolitik hat auch immer eine soziale und
verteilungspolitische Dimension".

Christof Zernatto, Moderator des Arbeitskreises und Sprecher des
Forum Versorgungssicherheit, hielt abschließend fest: "Smart Metering
ist der erste Schritt in Richtung intelligente Netze. Nur mit Smart
Metering können der Verbrauch reduziert und erneuerbare Energien
sinnvoll genutzt werden. Damit leistet die Technologie einen
wichtigen Beitrag zur Erreichung der CO2-Ziele. Es ist die Aufgabe
des Regulators die Vorgaben festzulegen. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung
und das Aufzeigen neuer Funktionalitäten soll im Rahmen einer
Informationskampagne Smart Metering auch für die Kunden und
Letztverbraucher verständlich machen."

Das Forum Versorgungssicherheit ist ein gemeinnütziger Verein. Er
setzt sich für die langfristige Sicherung und Erhaltung der hohen
Qualitätsstandards der österreichischen Energie- und Wasserversorgung
ein. Es wird bereits von über 200 bedeutenden Persönlichkeiten aus
Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport getragen.

T-Systems Austria ist einer der führenden Dienstleister für
Informations- und Kommunikationstechnologie in Österreich. Der
Branchenschwerpunkt liegt auf den fünf Kernsegmenten
Fertigungsindustrie, Öffentliche Verwaltung und Gesundheit,
Finanzdienstleistung sowie Telekommunikation. T-Systems bündelt
Know-how aus Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK)
und unterstützt Kunden entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette in
allen Phasen komplexer Systemrealisierung, von der Infrastruktur über
die Entwicklung, Implementierung und Integration bis hin zum Betrieb
der Lösungen. Mehr Informationen zum Unternehmen und seinen
Dienstleistungen finden Sie unter www.t-systems.at

Rückfragehinweis:

Mag. Karin Kronawetter
   Forum Versorgungssicherheit
   Siebensterngasse 31
   1070 Wien
   Tel.: +43 (1) 524 43 00 - 67
   Mail: [email protected]

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