- 03.09.2009, 10:00:26
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Allianz fordert grüne Autoreparatur
Wien (OTS) -
- Aktuelle Allianz Studie: Sanfte Autoreparatur spart 87.000
Tonnen CO2
- Das Potenzial für umweltschonende Reparaturen wird erst zu einem
Drittel ausgeschöpft
In der Kfz-Reparatur ist Umdenken angesagt: Erneuern ist nicht
immer der bessere Weg, denn Reparieren kann in vielen Fällen
ökologisch und ökonomisch weit sinnvoller sein. Dies ermittelte eine
aktuelle Studie des Allianz Zentrums für Technik, eines der führenden
europäischen Institute für Schadenforschung. Allein in Österreich
können pro Jahr durch sanfte Autoreparatur rund 87.000 Tonnen CO2
eingespart werden. Moderne Reparatur-methoden gewährleisten
inzwischen volle Qualitätssicherung, dennoch werden sie erst bei
knapp mehr als einem Drittel der Fälle angewendet.
"Mit dieser Ökobilanz hat die Allianz nun erstmals den Nachweis
erbracht, dass die seit langem empfohlene sanfte Autoreparatur nicht
nur technisch einwandfrei und kostengünstig, sondern auch wesentlich
umweltfreundlicher ist", betonte Allianz Vorstandsmitglied
Dr. Johann Oswald anlässlich der Präsentation der Studie in Wien. Bei
der Reparatur von Blechteilen kann der CO2-Ausstoß laut Allianz um 60
Prozent, bei der Reparatur eines Kunststoffstoßfängers sogar um 72
Prozent reduziert werden - jeweils im Vergleich zur Erneuerung der
Teile. Bei einer Kleinschadenlackierung am Kotflügel ("Spot Repair")
fällt der CO2-Ausstoß um 44 Prozent geringer aus als bei der
Lackierung des gesamten Kotflügels.
Erhebliches Öko-Potenzial
Bei jährlich etwa 1,2 Millionen Schadenfällen in Österreich ergibt
dies ein beträchtliches ökologisches Potenzial. Die Anwendung
"sanfter" Reparaturmethoden bei dafür in Frage kommenden Kfz-Schäden
in Österreich ermöglicht eine CO2-Einsparung von 86.551 Tonnen. Dafür
müsste man beispielsweise 4,3 Millionen Glühbirnen durch
Energiesparlampen ersetzen. Oder 53.000 Autos - so viele wie es
beispielsweise in einer Stadt wie Klagenfurt gibt - dürften ein
ganzes Jahr nicht fahren. Lediglich etwas mehr als 30.000 Tonnen
dieses Einsparpotenzials werden bereits realisiert, über 56.000
Tonnen wären zusätzlich noch möglich.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institute of
Technology durch-geführt und vom Österreichischen Ökologie-Institut
umfassend geprüft und zertifiziert. Als Testobjekt diente ein Golf V,
der zu den meistverkauften Fahrzeugen in Europa zählt. Den
Ergebnissen der Studie entsprechend, appelliert die Allianz an
Kfz-Werkstätten, Ver-sicherungen und Autobesitzer: "Eine zeitgemäße
Unfallreparatur muss auch dem Umwelt-schutz Rechnung tragen. Bestehen
Sie auf eine sanfte Reparaturmethode", so Oswald.
Aufgeschlossene Autofahrer
Bei den Autofahrern dürfte man auf offene Ohren stoßen, wie eine
repräsentative Nielsen-Umfrage im Auftrag der Allianz zeigt: Immerhin
71 Prozent der Österreicher halten Umwelt-aspekte beim Autofahren für
wichtig, darunter überdurchschnittlich viele Frauen und Menschen über
40. Dennoch würden 39 Prozent der Autofahrer dem Austausch der
Stoßstange gegenüber fachgerechter Instandsetzung augenblicklich noch
den Vorzug geben. "Unsicherheit besteht vor allem in der
Qualitätsfrage", erklärt Dipl.-Ing. Franz Schweiger, Technischer
Leiter Kfz der Allianz. "Moderne Reparaturmethoden haben in Wahrheit
jedoch mindestens die gleiche, wenn nicht sogar eine höhere Qualität,
da sie die Gesamtstruktur des Fahrzeugs bestmöglich schonen", so der
Experte.
Zur Forcierung der grünen Autoreparatur plane die Allianz, ein
"Öko-Siegel" einzuführen. Qualifizieren können sich jene
Partnerwerkstätten, die sich nachweislich und konsequent für sanfte
Reparaturmethoden entscheiden, kündigt Allianz Vorstand Oswald an.
Derzeit arbeitet die Versicherung mit einem Netzwerk von 440
Werkstätten in ganz Österreich im Rahmen des Allianz Partner Services
zusammen, das von den Allianz Kunden seit mittlerweile sechs Jahren
in hohem Maße geschätzt wird. Statt bloßer Bezahlung des Schadens
wird ein komfortables Schadenservice inklusive qualitätsgerechter
Wiederherstellung des beschädigten Objektes angeboten.
Breite Klima-Initiative
Generell ist Klimaschutz für die Allianz ein wichtiger Teil der
Unternehmensstrategie. "Als Versicherer systembedingt für
Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung zuständig, wollen wir proaktiv
im Kampf gegen den Klimawandel agieren, statt von diesem getrieben zu
werden", betont Oswald. Wissenschaftliche Forschung wie die aktuelle
Ökobilanz der Autoreparatur sei dabei ein wesentlicher Baustein in
der ökologischen Bewusstseinsbildung. Daneben hat die Allianz auch
ihre "Hausaufgaben" gemacht und ihren Energie- und Wasserverbrauch in
den letzten Jahren erheblich reduziert. Das Gebäude der Allianz
Generaldirektion wurde als eines von wenigen Gebäuden in Österreich
als "GreenBuilding" zertifiziert. Seit Anfang 2008 ist die Allianz
zudem Mitglied der Climate Group Austria des WWF.
Fotos zum Download: Verwendung honorarfrei
- Dr. Johann Oswald (C) Allianz
- DI Franz Schweiger (C) Allianz
- Div. Fotos zum Thema (C) Allianz
Text und Bildmaterial zum Download auf
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news/
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff, Unternehmenskommunikation Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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