Allianz fordert grüne Autoreparatur

Wien (OTS) -

  • Aktuelle Allianz Studie: Sanfte Autoreparatur spart 87.000 Tonnen CO2
  • Das Potenzial für umweltschonende Reparaturen wird erst zu einem Drittel ausgeschöpft

In der Kfz-Reparatur ist Umdenken angesagt: Erneuern ist nicht immer der bessere Weg, denn Reparieren kann in vielen Fällen ökologisch und ökonomisch weit sinnvoller sein. Dies ermittelte eine aktuelle Studie des Allianz Zentrums für Technik, eines der führenden europäischen Institute für Schadenforschung. Allein in Österreich können pro Jahr durch sanfte Autoreparatur rund 87.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Moderne Reparatur-methoden gewährleisten inzwischen volle Qualitätssicherung, dennoch werden sie erst bei knapp mehr als einem Drittel der Fälle angewendet.

"Mit dieser Ökobilanz hat die Allianz nun erstmals den Nachweis erbracht, dass die seit langem empfohlene sanfte Autoreparatur nicht nur technisch einwandfrei und kostengünstig, sondern auch wesentlich umweltfreundlicher ist", betonte Allianz Vorstandsmitglied
Dr. Johann Oswald anlässlich der Präsentation der Studie in Wien. Bei der Reparatur von Blechteilen kann der CO2-Ausstoß laut Allianz um 60 Prozent, bei der Reparatur eines Kunststoffstoßfängers sogar um 72 Prozent reduziert werden - jeweils im Vergleich zur Erneuerung der Teile. Bei einer Kleinschadenlackierung am Kotflügel ("Spot Repair") fällt der CO2-Ausstoß um 44 Prozent geringer aus als bei der Lackierung des gesamten Kotflügels.

Erhebliches Öko-Potenzial

Bei jährlich etwa 1,2 Millionen Schadenfällen in Österreich ergibt dies ein beträchtliches ökologisches Potenzial. Die Anwendung "sanfter" Reparaturmethoden bei dafür in Frage kommenden Kfz-Schäden in Österreich ermöglicht eine CO2-Einsparung von 86.551 Tonnen. Dafür müsste man beispielsweise 4,3 Millionen Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Oder 53.000 Autos - so viele wie es beispielsweise in einer Stadt wie Klagenfurt gibt - dürften ein ganzes Jahr nicht fahren. Lediglich etwas mehr als 30.000 Tonnen dieses Einsparpotenzials werden bereits realisiert, über 56.000 Tonnen wären zusätzlich noch möglich.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institute of Technology durch-geführt und vom Österreichischen Ökologie-Institut umfassend geprüft und zertifiziert. Als Testobjekt diente ein Golf V, der zu den meistverkauften Fahrzeugen in Europa zählt. Den Ergebnissen der Studie entsprechend, appelliert die Allianz an Kfz-Werkstätten, Ver-sicherungen und Autobesitzer: "Eine zeitgemäße Unfallreparatur muss auch dem Umwelt-schutz Rechnung tragen. Bestehen Sie auf eine sanfte Reparaturmethode", so Oswald.

Aufgeschlossene Autofahrer

Bei den Autofahrern dürfte man auf offene Ohren stoßen, wie eine repräsentative Nielsen-Umfrage im Auftrag der Allianz zeigt: Immerhin 71 Prozent der Österreicher halten Umwelt-aspekte beim Autofahren für wichtig, darunter überdurchschnittlich viele Frauen und Menschen über 40. Dennoch würden 39 Prozent der Autofahrer dem Austausch der Stoßstange gegenüber fachgerechter Instandsetzung augenblicklich noch den Vorzug geben. "Unsicherheit besteht vor allem in der Qualitätsfrage", erklärt Dipl.-Ing. Franz Schweiger, Technischer Leiter Kfz der Allianz. "Moderne Reparaturmethoden haben in Wahrheit jedoch mindestens die gleiche, wenn nicht sogar eine höhere Qualität, da sie die Gesamtstruktur des Fahrzeugs bestmöglich schonen", so der Experte.

Zur Forcierung der grünen Autoreparatur plane die Allianz, ein "Öko-Siegel" einzuführen. Qualifizieren können sich jene Partnerwerkstätten, die sich nachweislich und konsequent für sanfte Reparaturmethoden entscheiden, kündigt Allianz Vorstand Oswald an. Derzeit arbeitet die Versicherung mit einem Netzwerk von 440 Werkstätten in ganz Österreich im Rahmen des Allianz Partner Services zusammen, das von den Allianz Kunden seit mittlerweile sechs Jahren in hohem Maße geschätzt wird. Statt bloßer Bezahlung des Schadens wird ein komfortables Schadenservice inklusive qualitätsgerechter Wiederherstellung des beschädigten Objektes angeboten.

Breite Klima-Initiative

Generell ist Klimaschutz für die Allianz ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. "Als Versicherer systembedingt für Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung zuständig, wollen wir proaktiv im Kampf gegen den Klimawandel agieren, statt von diesem getrieben zu werden", betont Oswald. Wissenschaftliche Forschung wie die aktuelle Ökobilanz der Autoreparatur sei dabei ein wesentlicher Baustein in der ökologischen Bewusstseinsbildung. Daneben hat die Allianz auch ihre "Hausaufgaben" gemacht und ihren Energie- und Wasserverbrauch in den letzten Jahren erheblich reduziert. Das Gebäude der Allianz Generaldirektion wurde als eines von wenigen Gebäuden in Österreich als "GreenBuilding" zertifiziert. Seit Anfang 2008 ist die Allianz zudem Mitglied der Climate Group Austria des WWF.

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  • Dr. Johann Oswald (C) Allianz
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