• 02.09.2009, 10:25:52
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Grüne Niederösterreich: Korridorstudie zu S34/B334 bestätigt Aussagen der Grünen!

Enzinger: Weg mit der Verkehrspolitik aus den 70iger Jahren - das Traisental fordert Lösungen im Sinne der Bevölkerung

St.Pölten (OTS) - Die Verkehrsstudie zur S34/B334, von Dr. Hermann
Knoflacher kürzlich präsentiert,beweist: Der Bau der S 34 und der B33
ist kontraproduktiv für die Region ist und bringt keine Reduzierung
der Verkehrsbelastung mit sich:
"Die geplanten Straßen stehen im Widerspruch zur Alpenkonvention und
zum Feinstaubsanierungsgebiet. Weiters gehen die Straßenplaner von
der selben Wachstumsrate an PKWs und LKWs aus wie bisher. Die
Tatsache sieht aber so aus, dass die Zahlen rückläufig sind und sich
gegen 0 einpendeln. Das bedeutet, wir haben die Verkehrsstärke auf
der B 20 weitgehend erreicht", erklärt die Verkehrssprecherin der
Grünen Niederösterreich, Amrita Enzinger.
Es gilt also zu hinterfragen, ob die Zweckmäßigkeit der Straßen
gegeben ist, wenn ein Teilstück, die S 34 mit einer Länge von 6,6 km
mit 129 Millionen Euro gerechnet wird, wobei die Thematik Flugplatz
Völtendorf und die Lösung dieses Problems preislich noch gar nicht
berücksichtigt wurde.
"Die S 34 und die B334 entsprechen nicht einmal den Erfordernissen
des NÖ Raumordnungskonzeptes ( Seite 60 der Studie). Kein einziges
dieser vom Land selbst geforderten und selbst auferlegten Kriterien
werden erfüllt. Ebenfalls nicht erfüllt werden die Ziele nach den
Leitbildern in der NÖ Strategie Verkehr 2008.
Die grüne Verkehrssprecherin stellt also die Frage: "Sind manche
gleicher als gleich? Sind NÖ-Gesetzte und Verordnungen nicht einmal
das Papier wert auf dem sie stehen?"
Die Grünen fänden es spannend, den Rechnungshof das Verkehrsprojekt
S34/B334 auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit
prüfen zu lassen.
Der Umkehrschluss für die Grüne bedeutet:
Ein verstärkter Ausbau der Öffis, vernünftige Fahrpläne im
Taktverkehr, einheitliche Preisgestaltung und auch entsprechend
Zubringerdienste zu den Haltestellen, würden es schaffen, den
Pkw-Verkehr auf der B 20 um 40% zu reduzieren.
Die Forderung der Grünen lautet daher, einen Verkehrsverbund für den
Zentralraum einzurichten. Diese Forderung wurde bereits vom Grünen
Bezirkskongress erhoben.
Gleichzeitig gilt es auch ein Verkehrsmangement für Güter
anzustreben, "denn fast alle im Traisental befindlichen
Produktionsstätten verfügen über eine Bahnanbindung. Dadurch kann es
nochmals zu einer Entlastung kommen", weiß Enzinger.
"Eine ganze Talgemeinschaft zieht an einem Strang und hat
richtungsweisende Entscheidungen getroffen - und unter anderem das
prophezeit, was die Studie nun bestätigt", weiß die Wilhelmsburger
Grün-Gemeinderätin Sabine Hippmann, die seit Jahren mit den
AnrainerInnen gegen dieses Verkehrsprojekt auftritt.
Hippmann fasst für die AnrainerInnen also zusammen: "Wir werden uns
von den Planern nicht weiter verschaukeln lassen, sondern mit allen
zur Verfügung stehenden Mitteln wehren!"

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im NÖ Landtag
Mag. Kerstin Schäfer
Mobil: +43/664/8317500
E-Mail: [email protected]
http://noe.gruene.at

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