Wien: Tausende Katholiken kommen am Sonntag in die Stadthalle

Maria-Namen-Feier steht heuer unter dem Motto "Neu von Gott reden" - Kardinal Schönborn ist Hauptzelebrant der Messfeier und hält die Predigt - Kölner Arzt, Theologe und Erfolgsautor Manfred Lütz als "Stargast"

Wien, 02.09.2009 (KAP) "Neu von Gott reden" ist das Motto der diesjährigen Maria-Namen-Feier am 13. September in der Wiener Stadthalle. Zu der größten regelmäßigen kirchlichen Veranstaltung in Österreich werden wieder tausende Gläubige aus Österreich und den unmittelbaren Nachbarländern erwartet. Organisiert wird die Feier vom "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" (RSK), der von P. Petrus Pavlicek gegründet wurde (für den das Seligsprechungsverfahren im Gang ist); jetzt wird der RSK von P. Benno Mikocki OFM geleitet. Hauptzelebrant der Messfeier in der Stadthalle, die am kommenden Sonntag wieder "zur größten Kirche in Österreich" wird, ist Kardinal Christoph Schönborn, der auch die Predigt hält. Weiters haben bereits die Bischöfe Paul Iby (Eisenstadt), Ludwig Schwarz (Linz), Alois Schwarz (Gurk) und Weihbischof Franz Lackner (Graz-Seckau) ihr Kommen zugesagt. "Ars Musica" und das "Franziskus-Ensemble" zeichnen für die musikalische Gestaltung verantwortlich.

"Stargast" der Feier ist heuer der Arzt, Psychotherapeut, Theologe und Erfolgsautor Manfred Lütz. Er studierte Medizin, Philosophie und katholische Theologie in Bonn und Rom. Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz; als Psychotherapeut ist er Vertreter eines lösungsorientierten Therapieansatzes. Er ist Mitglied des Päpstlichen Laien-Rates und Berater der vatikanischen Kleruskongregation.

Besondere Bedeutung erlangte Manfred Lütz als Autor mehrerer Bestseller (zuletzt 2007: "Gott. Eine kleine Geschichte des Größten"). In seinen Büchern befasst er sich, mitunter satirisch und humorvoll, von der Warte des Psychotherapeuten z. B. dem Gesundheitswahn und dem Fitness-Irrsinn, aber auch mit der Situation der katholischen Kirche ("Der blockierte Riese").

Für das diesjährige Motto der Maria-Namen-Feier "Neu von Gott reden" habe man sich nach den internationalen Diskussionen um das 2006 erschienene umstrittene Buch "The God Delusion" ("Der Gotteswahn") von Richard Dawkins entschieden, betont P. Mikocki. Die Diskussion um die Existenz Gottes sei nach Dawkins Buch sehr aktuell. Der "Rosenkranz-Kreuzzug" wolle diesem "kämpferischen Atheismus" etwas entgegensetzen und dazu Stellung nehmen.

Wie P. Mikocki unterstreicht, werden heuer mehr Jugendliche an der Maria-Namen-Feier teilnehmen. "Sie werden zeigen, dass die Kirche auch heute 'jung' ist", so der Franziskaner. Der Grazer Weihbischof Franz Lackner, Franziskaner und bis vor kurzem österreichischer "Jugend-Bischof", will dieses Jahr ebenfalls verstärkt junge Menschen für die Maria-Namen-Feier motivieren. Daher organisiert die Katholische Jugend der Diözese Graz-Seckau eine Jugendinitiative. Am Vormittag des 13. September sind Workshops in Maria Lanzendorf (Niederösterreich) geplant, am Nachmittag die Teilnahme an der Maria-Namen-Feier.

Die Maria-Namen-Feier ist alljährlich die größte regelmäßige katholische Veranstaltung in Österreich. Vor 51 Jahren fand die erste Feier dieser Art in der Wiener Stadthalle statt, die damals gleichsam zur "größten Kathedrale Österreichs" wurde. Initiiert wurde die Feier von P. Petrus Pavlicek (1902-1982). Das Maria-Namen-Fest geht auf Innozenz XI. (1676-89) zurück. Großen Einfluss dabei hatte der - inzwischen selig gesprochene -friulanische Kapuziner P. Marco d'Aviano (1631-99), der am Wiener Kaiserhof tätig war. Innozenz XI. bestimmte den 12. September - den Tag der Befreiung Wiens von der osmanischen Belagerung 1683 - als Tag des Dankgebets für die gesamte katholische Kirche.

Heute umfasst die 1947 von P. Petrus Pavlicek gegründete internationale Gebetsgemeinschaft "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" weltweit 700.000 Mitglieder in mehr als 130 Ländern. Die Gebetsgemeinschaft bietet auch Exerzitien und Einkehrtage an, bei denen Fragen suchender und der Kirche fern stehender Menschen berücksichtigt werden (P. Petrus war selbst ursprünglich ein "Fernstehender"). Der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" gibt eine Zeitschrift mit dem Titel "Betendes Gottesvolk" mit einer Auflage von 230.000 heraus.(Infos: Tel.: 01/512.69.36; E-Mail:
zent@rsk-ma.at; Medienreferent Wolfgang Zarl, Tel. 0650/217.10.79, E-Mail: medien@franziskaner.at; Kontakte mit Prof. Lütz: Tel. 0699/114.16.551).

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