Nationalpark Hohe Tauern und Milka prämieren die Sieger-Almen 2009

Wien (OTS) - Denkt man an Österreichs Almen, hat man saftige Wiesen, frisch gewendetes Heu, den Klang von Kuhglocken oder Erinnerungen an die Wanderung im letzten Sommer vor Augen. Die große Bedeutung des Naturraums Alm ist jedoch weitgehend unbekannt. Daher ist die jährliche Auswahl und Prämierung nachhaltiger Almen wichtiger Bestandteil der seit 2007 bestehenden Kooperation von Kraft Foods / Milka mit dem Nationalpark Hohe Tauern. Heute, Freitag kürten Milka und der Nationalpark Hohe Tauern die drei Sieger-Almen 2009.
Die diesjährigen Sieger aus den Nationalpark-Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol, die Jamnigalm im Mallnitzer Tauerntal, die Modereggalm im salzburgischen Hüttschlag und die Arventalalm im Defreggental wurden unter der Schirmherrschaft von Landwirtschafts-und Umweltminister Niki Berlakovich für ihr Engagement in traditioneller und nachhaltiger Almwirtschaft ausgezeichnet. Damit leisten Milka und der Nationalpark Hohe Tauern einen aktiven Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für diesen wichtigen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum.

"Österreich ist Almen-Europameister. Ein Viertel aller europäischen Almen befindet sich in Österreich. Wir können auf die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, die diese einzigartige Kulturlandschaft pflegen und weiter zur Verfügung stellen, stolz sein. Die Bewirtschaftung ist oftmals sehr schwierig, da vielen Almen zum Teil nur zu Fuß erreichbar sind. Um die Almen, die ein bedeutender Teil der österreichischen Kulturlandschaft sind, zu erhalten, werden wir die Bäuerinnen und Bauern bei ihrer schwierigen Tätigkeit weiter unterstützen. Wie bereits in den Vorjahren, hat der Nationalpark Hohe Tauern auch heuer gemeinsam mit Milka die "Alm des Jahres" gesucht, um so das Bewusstsein für Österreichs Almen zu stärken", so Berlakovich.

Almen prägen das österreichische Landschaftsbild und sind als Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen auch wesentlicher Garant für die heimische Artenvielfalt. Bewirtschaftete Almen bewahren ursprüngliche Lebenswelten und Landschaften und sind wichtige Stützen der regionalen Wirtschaft. Alle drei Sieger-Almen stehen für naturverträglichen Tourismus und die Erhaltung von Kulturlandschaft und Traditionen. Die Sieger-Almen erhalten als Trophäe eine Bronze-Plankette, die sie als "Alm des Jahres" ausweist. Weiters werden auf den Almen Schautafeln mit Detailinformationen der Alm aufgestellt und wird der Nationalpark Hohe Tauern auf den international bekannten Milka-Produkten mitbeworben.

Um von der Fachjury - bestehend aus Vertretern des Nationalparks Hohe Tauern - zur "Alm des Jahres" gekürt zu werden, müssen die Almen eine Reihe von Kriterien erfüllen: Bewertet werden etwa die Lage der Alm im Nationalpark, aktive und charakteristische Almbewirtschaftung, Haltung heimischer Haustierrassen oder traditionelle Bauweise und Instandhaltung von Bauwerken und -elementen auf der Alm. Direkte Weiterverarbeitung der Milch auf der Alm, die ständige Behirtung der Weidetiere oder die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern und Schulen sind weitere
Kategorien für die Auszeichnung als Sieger-Alm.

Die auf 1.757 m Seehöhe gelegene Jamnigalm der Familie Salentinig im Mallnitzer Tauerntal in Kärnten konnte mit ihrer faszinierenden Kulturlandschaft aus almtypischen Landschaftselementen wie Bergmähder, Sumpfwiesen und einem Lärchen- und Zirbenbockwald punkten. Familie Salentinig bewirtschaftet die Alm und ihren im Tal gelegenen Biobauernhof in traditioneller Weise und hält zahlreiche Haustierarten wie Fleckvieh, reinrassige Noriker-Pferde und Kärntner Brillenschafe. Die Jamnighütte ist ein beliebtes Ausflugsziel und steht mit ihrem Angebot hausgemachter Speisen und regionaler Köstlichkeiten auch für die behutsame Verbindung von Tradition und naturnahem Tourismus.

Die Modereggalm im salzburgischen Hüttschlag im Großarltal liegt auf 1.720 m Seehöhe. Am Rande des Nationalparks Hohe Tauern gelegen, ist die Modereggalm nur zu Fuß erreichbar. Wanderer können sich bei einer von Nationalpark-Rangern geführten Tour auf die Modereggalm ein eigenes Bild vom faszinierenden und oft auch beschwerlichen Leben der Almbauern machen. Großer Wert wird auf der Modereggalm auch auf gelebte Volkskultur gelegt: So wurde etwa das Zentrum der Alm, die Modereggalmhütte in traditioneller Zimmermannsarbeit und mit viel Liebe zum Detail errichtet. Und bei den beliebten Almfesten spielen die Almbauern gemeinsam mit Weisenbläsern die für die Region typischen Volkslieder. Auf der Alm weiden Pinzgauer Rinder und Ziegen, Noriker Pferde und rund 300 Tiroler Bergschafe. Die Tiere werden vom Senner den Sommer über behirtet und die Milch wird noch auf der Alm zu Butter, Tilsiter, Glundner, Paprikakäse und Weichkäse verarbeitet.

Die Arventalalm im Osttiroler Defreggental ist die am höchsten gelegene Sieger-Alm und befindet sich auf beachtlichen 2.200 m Seehöhe. Die Alm ist in Besitz von 50 Südtiroler Bauern aus dem angrenzenden Ahrntal und wird von Familie Eder generationsübergreifend bewirtschaftet. Durch die Beweidung der Alm mit Kühen und Rindern werden neben den Weideflächen auch die umliegenden Bergwiesen und Almanger bewirtschaftet und gepflegt. Die Milch wird zur Gänze auf der Alm verarbeitet und die Almprodukte wie Graukäse, Butter und Buttermilch neben traditionellen Gerichten aus der Region in der Jausenstation Arventalalm serviert. Umgeben von den imposanten Gipfeln der Riesenfernergruppe trägt die Arventalalm wesentlich zum besonderen Landschaftsbild der Gegend bei.

Tatkräftiger Einsatz für die Umwelt ist bereits seit vielen Jahren eines der wichtigsten Anliegen von Kraft Foods. Mit der Marke Milka gibt es eine thematische Brücke zur österreichischen Bergwelt. "Milka ist mit Österreichs Alpen und Almen eng verbunden. Die österreichische Almwirtschaft und ihre Produkte sind auch maßgeblich für den Erfolg der Marke Milka mitverantwortlich. Daher ist es uns wichtig, uns auch aktiv für diesen Lebensraum zu engagieren und unseren Beitrag zu dessen Schutz zu leisten", so Andreas Kutil, Geschäftsführer Vertrieb Schokolade von Kraft Foods Österreich über die Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern, deren Fortsetzung soeben fixiert wurde. Derzeit werden Gespräche über die Inhalte geführt. Ein Schwerpunkt wird auch in Zukunft aktiver Almschutz und Bewusstseinsbildung für den vielfältigen Naturraum Almen sein.

Der Nationalpark Hohe Tauern liegt im Herzen der österreichischen Alpen und erstreckt sich über die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol. Mit seinem Naturraum, bestehend aus weiten Gletscherflächen, alpinen Rasen, Felsen, Wasserflächen und Jahrhunderte alten Kulturlandschaften, bietet der Nationalpark Hohe Tauern einen faszinierenden Querschnitt der Alpenlandschaft. Insgesamt gibt es im Nationalpark Hohe Tauern rund 350 Almen, die neben ihrer landwirtschaftlichen Bedeutung auch wichtige touristische Anziehungspunkte sind.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=38&dir=200908&e=20090828_k&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt Unternehmen: Kraft Foods/Milka
Barbara Blohberger
Kraft Foods Österreich
Telefon: +43(0)1 605 44 179
E-Mail: BBlohberger@krafteurope.com

Kontakt Marke: Kraft Foods / Milka
Karoline Jirikowski-Winter
Trimedia Communications
Telefon: +43 1 524 43 00 74
E-Mail: karoline.jirikowski@trimedia.at

Lebensministerium:
Doris Ostermann
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 (0)1 01 71100 6918
E-Mail: Doris.Ostermann@lebensministerium.at

Nationalpark Hohe Tauern:
Dir. Mag. Peter Rupitsch
Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern
Tel.: + 43 (0)4825 6161 10
E-Mail: Elfriede.Oberdorfer@ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KRF0001