Bures: Kindersicherungsseminare bei Verstoß gegen Kindersicherungspflicht ab 1. September

Theorie und Praxis zur richtigen Kindersicherung im Fahrzeug

Wien (BMVIT) - Von 2006 auf 2007 hat sich die Zahl der
ungesicherten Kinder im Auto fast verdoppelt (2006: 9,2 % der Kinder ungesichert, 2007: 18,5%). 2008 wurden 105 Kinder auf Grund nicht vorhandener Kindersicherung verletzt. Ab 1. September wird nun auf Initiative von Verkehrsministerin Doris Bures bei der zweiten Vormerkung für mangelnde oder nicht vorhandene Kindersicherung ein Kindersicherungsseminar statt der bisherigen Fahrsicherheitstrainings verordnet. "Die Erwachsenen sollen durch die Seminare darin unterstützt werden, ihren kleinen Passagieren die größtmögliche Sicherheit zu bieten", erklärt Bures die neue Maßnahme. ****

Auf Grund nicht vorhandener Kindersicherung wurden im Jahr 2006 120 Kinder, im Jahr 2007 108 Kinder und im Jahr 2008 105 Kinder verletzt. Nach wie vor werden überproportional mehr Kinder im PKW als außerhalb verletzt. Die Kindersicherungsseminare sollen mithelfen, diese Zahlen zu minimieren.

Hintergrund: Die Seminare, mit einer Dauer von vier Stunden, werden von Fahrschulen, Automobilclubs und VerkehrspsychologInnen in Gruppen von vier bis maximal 12 TeilnehmerInnen durchgeführt. Zwei Unterrichtseinheiten werden sich dabei auf die "Theorie" beziehen:
Crashphysik, Unfallmedizin, Unfallstatistik, Recht, die Behandlung typischer Einwände und die richtige Sicherungstechnik im Fahrzeug. In den anderen beiden Unterrichtseinheiten werden praktische Fragen, wie die richtige Eigensicherung, die Sicherung von Kindern im Fahrzeug, Hinweise auf typische Montage- und Sicherungsfehler, sowie Verhaltenstipps, im Vordergrund stehen. (Schluss)

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