- 27.08.2009, 13:49:15
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AKNÖ warnt vor weiteren Verschlechterungen im Winterfahrplan
Pendlerforum in Wiener Neustadt zeigte zahlreiche Schwachstellen auf
Wien (AKNÖ) - Die Niederösterreichische Arbeiterkammer befürchtet,
dass der neue Fahrplan ab 13. Dezember neuerlich Einschränkungen der
Verkehrstage und weniger Züge für die Pendlerinnen und Pendler
bringen wird. AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister: "Das wäre der
falsche Weg. Es zeigt sich, dass vor allem in der Südregion schon
jetzt passende Verbindungen fehlen und deshalb viele Arbeitsplätze
nicht besetzt werden können." Die AKNÖ fordert daher, keine weiteren
Züge einzustellen, sondern im Gegenteil die Verbindungen zwischen den
Arbeitsplatzzentren wesentlich zu verbessern.
Nach den allerersten Fahrplanentwürfen, die gestern, Mittwoch, beim
vom ÖGB initiierten Pendlerforum in Wiener Neustadt vorgestellt
wurden, soll die innere Aspangbahn an Samstag-, Sonn- und Feiertagen
komplett eingestellt werden. Außerdem soll der letzte Zug aus Wiener
Neustadt nach beispielsweise Oberwaltersdorf bereits um 17.48 Uhr
abfahren. Kronister: "Damit können die Handelsangestellten nach der
Arbeit nicht mehr nach Hause fahren. Das können wir nicht
akzeptieren." Dass ÖBB-Experten sich mit Betriebsräten und Vertretern
der Städte und Regionen so wie in Wiener Neustadt zusammensetzten,
wird von der AKNÖ begrüßt. "Das war ein neues Signal, wieder den
Dialog mit den Betroffenen zu suchen", so Kronister.
ArbeitnehmerInnen verlieren Schichtzulage, weil keine passenden
Züge fahren
"Wir können keine Abendschichten mehr fahren, obwohl die Arbeit
vorhanden ist, weil wir nach 22 Uhr nicht mehr nach Hause kommen",
beklagten BetriebsrätInnen großer Industriebetriebe mit mehreren
tausend Beschäftigten aus Gloggnitz, Ternitz, Wiener Neustadt und
Leobersdorf die, so wörtlich, "kastastrophalen Verbindungen" seit der
letzten Umstellung. Das bedeutet enormen Einkommens-verlust, da auch
die Schichtzulagen wegfallen. In einzelnen Fällen gab es auch schon
Kündigungs-drohungen, weil häufiges Zuspätkommen nicht mehr toleriert
wird. Die von den ÖBB in Aussicht gestellten zusätzlichen
IC-Verbindungen auf der Südbahn "nützen den ArbeitnehmerInnen aus den
Bezirken Baden und Neunkirchen nichts", kritisierte AKNÖ-Experte
Kronister die vorgelegten Pläne.
6 Uhr, 14 Uhr, 22 Uhr, danach richtet sich der Arbeitstag
tausender ArbeitnehmerInnen
Die Betriebsräte legten eine Umfrage mit ganz klaren Forderungen vor:
Eine halbe Stunde vor Schichtbeginn müssen Regionalzüge aus beiden
Richtungen kommen, eine halbe Stunde nach Schichtende müssen
Regionalzüge in beide Richtungen abfahren. Thomas Kronister: Diese
Forderungen aus den Südbahngemeinden müssen erfüllt werden. Darauf
wird die AKNÖ achten.
Zwei neue Direktverbindungen aus Payerbach nach Wien kommen
wieder
Einen kleinen Lichtblick brachte die Informationsveranstaltung
hervor: Zwei im Vorjahr gestrichene Direktverbindungen von Payerbach
nach Wien werden wieder eingesetzt. Nach Ansicht der Arbeiterkammer
ist das nicht genug, da es noch andere Verbindungen gibt, bei denen
es in Wiener Neustadt zu längeren Aufenthalten kommt.
Rückfragen: Dipl.-Geograf Thomas Kronister, Tel. 05-7171-1602
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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