• 26.08.2009, 15:36:27
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"KURIER"-Kommentar von Andrea Hodoschek: "Gurken und Birnen"

Die EU hätte wichtigere Themen als die Beleuchtung der Wohnzimmer.

Wien (OTS) - Die EU schreibt den Bürgern vor, welche Birnen sie
künftig in ihre Wohnzimmer-Lampen zu schrauben haben. Zwang von
oben erzeugt immer Widerstand. Dass die Birnen-Verordnung nichts
anderes ist als eine Zwangsmaßnahme, beweist die Tatsache, dass diese
Dinger schon seit Jahren am Markt sind, sie aber kaum wer freiwillig
gekauft hat.
Die Beweggründe der EU mögen ja durchaus gut gemeint gewesen
sein. Keiner wird heute abstreiten, dass wir für den Klimaschutz mehr
tun müssen. Aber Beleuchtung macht nur einen winzigen Bruchteil des
gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes aus und die Lampen sind
auch unter Experten heftig umstritten.
Der EU-Bürokratie ist mit dem Birnen-Exempel ein ähnliches
Meisterstück gelungen wie mit der Gurke, deren vorgeschriebener
Krümmungsgrad viele Jahre lang die Beamtenschaft beschäftigte. Dabei
gäbe es zum Schutz des Klimas viel dringenderen und wichtigeren
Handlungsbedarf. Stichwort: Verkehrs- und Energiepolitik. Bis heute
hat die EU keine gemeinsame, zukunftsweisende Strategie
zusammengebracht.
Der Pallawatsch mit der Glühlampe ist leider auch Wasser auf die
Mühlen der EU-Gegner. Die können mit diesem Beispiel wieder einmal
hervorragend argumentieren: Schaut’s, wie deppert die in Brüssel
sind - wir haben’s immer schon gewusst.

Rückfragehinweis:
KURIER
Ressort Wirtschaft
Tel: 0043-1/52100-2638
[email protected]

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