• 26.08.2009, 13:08:56
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Thara: Abschluss und Neubeginn

Arbeitsmarktpolitische Beratungsstelle für Roma und Sinti startet neu.

THARA Projektmitarbeiterin Usnija Buligovic und der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger

Wien (OTS) - Positive Bilanz kann das Volkshilfe Österreich
Projekt Thara - Romnija/Roma in Transition nach einem erfolgreichen
Arbeitsjahr ziehen. Am 1. September startet ein neues Projekt für
Roma in Wien unter dem Namen Thara - Beratung & Dialog. Die
Volkshilfe Österreich wird wieder als Projektträger fungieren.

"Der Einsatz für Minderheiten gehört zum Selbstverständnis der
Volkshilfe Österreich. Aufgrund der leidvollen Geschichte sind Roma
und Sinti sehr vorsichtig, wenn es um Angebote der
Mehrheitsgesellschaft geht. Daher war es in diesem Projekt wichtig,
sehr kultursensibel zu agieren, und das ist den MitarbeiterInnen von
Thara gelungen. Diesen Erfolgsweg werden wir auch im neuen Projekt
gehen." so der Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger über die
außergewöhnliche Arbeit, die bei Thara geleistet wurde und wird.

Amarotrajo, Nevodrom und Drehscheibe

"Unter diesen Titeln haben wir individuelle Beratung in allen
Fragen rund um Arbeitswelt und Arbeitsmarkt und
Berufsorientierungskurse mit Praktika für Jugendliche und junge
Erwachsene im soeben beendeten Projekt angeboten", berichtet Usnija
Buligovic im Rahmen der Pressekonferenz. Es sind die zentralen
Angebote des Projekts für alle in Österreich lebenden Romnija/Sintize
und Roma/Sinti zwischen 13 und 65 Jahren. "Ein möglichst offener
Zugang zum Arbeitsmarkt, berufliche Orientierung und Bildung für
Mitglieder der Minderheit", welche oft arbeitsmarktpolitisch - aber
auch gesellschaftlich - marginalisiert sind, muss gefördert werden.
"Auf struktureller Ebene arbeiten wir vor allem daran, medial ein
anderes Bild der Volksgruppe zu positionieren. Roma und Arbeit sind
ja meist Kategorien, die nicht zusammen gedacht werden. Es ist uns
ein wichtiges Anliegen, dies zu verändern" so die
Projektmitarbeiterin weiter. Über starke Vernetzungsarbeit soll das
erarbeitete Wissen auch an arbeitsmarktpolitische Einrichtungen und
ExpertInnen verteilt werden.

Beratung, Dialog und internationale Vernetzung

Mit 1. September startet das neue Projekt, das auf dem
erarbeiteten Wissen aufbaut und aus Mitteln des Bundesministeriums
für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz gefördert wird. Eine neue
zentrale Komponente wird die Arbeitsbereiche ergänzen. Im Hinblick
auf die Aufhebung der Beschränkungen im Zugang zum österreichischen
Arbeitsmarkt für die neuen Beitrittsländer - ein neues Kapitel im
Prozess des Zusammenwachsens der Europäischen Union und eine Reihe
neuer Herausforderungen und Chancen - wird Thara frühzeitig Schritte
setzen.

Vermehrte Kontakte zu Roma-Verbänden in den Nachbarstaaten
Österreichs sollen geknüpft, gefördert und intensiviert werden. Denn
Ziel des Arbeitsbereiches ist der Aufbau von tragfähigen
Arbeitskontakten, die neben Romaverbänden eine Vielzahl von
AkteurInnen aus Wirtschaft, Politik und NGOs national wie
international miteinbeziehen. "Die Ereignisse in unseren
Nachbarländern zeigen, wie wichtig es ist, die Situation von
Romnija/Roma und Sintize/Sinti in den jeweiligen Staaten aus vielen
Blickwinkeln zu beleuchten und neue Lösungsansätze zu entwickeln", so
der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger
abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Erwin Berger, MAS
   Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
   Tel: 0676 834 02 215;   E-mail: [email protected],

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