• 22.08.2009, 09:41:04
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Anschober: Mit der Energiewende 2030 wird auch die Luft in Oberösterreich sauber

Erstmals berechnet: Energiewende bringt 22 % weniger SO2, 36 % weniger Stickoxide und 60 % weniger Feinstaub - das ist die größte Luftsanierung in der Geschichte Oberösterreichs

Linz (OTS) - Mit der am 22. Juni 2009 beschlossenen größten
Energieumstellung in der Geschichte Oberösterreichs wird der
Energieverbrauch um ein Drittel gesenkt, die Energiekosten werden
deutlich reduziert, die CO2-Emissionen um bis zu zwei Drittel
verringert und es werden in Summe kumuliert bis 2030 38 Milliarden
Euro eingespart.

LR Anschober: "Die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen wirken sich
darüber hinaus sehr positiv auf die Gesamtemission von
Luftschadstoffen aus. Wie Expert/innen der Landesregierung nun
erstmals berechnet haben, nehmen damit in Oberösterreich bis 2030
Schwefeldioxid SO2 um 22 %, Stickoxide NOx um 36 % und Feinstaub PM10
um fast 60 % ab. Die Umsetzung der Maßnahmen der Energiewende ist
also nicht nur aus energiepolitischer Perspektive ein Muss, sondern
auch aus der Umweltperspektive. So können wir damit zum Beispiel eine
Entstaubung des oö. Zentralraumes erreichen.
Eine derartige Chance für Umwelt und Energie bietet sich kein zweites
Mal, ich werde daher alles daransetzen, dass dem Beschluss der 148
Maßnahmen in der nächsten Legislaturperiode schrittweise die konkrete
Umsetzung folgt."

Warum führt die Energiewende zu dieser enormen Verbesserung der
Luftqualität? Die geplante Verringerung des Energieverbrauchs bis
2030 um ein Drittel und die Umstellung von Öl-, Kohle- und
Gasverbrennung auf Wärme- und Stromproduktion aus erneuerbaren
Energieträgern (Ziel der Energiewende ist es, bis 2030 Raumwärme und
Strom zu 100 % aus EE zu erzeugen) führen zu einer massiven Abnahme
aller Schadstoffemissionen.

Mit der Umsetzung der Energiewende können die positiven Entwicklungen
der letzten Jahre bei den Luftschadstoffen fortgesetzt werden. Denn
aufgrund der gesetzten Maßnahmen wie zB. das
Feinstaubminderungsprogramm der Voestalpine sind bereits deutliche
Entlastungen festzustellen. So sinken etwa die Feinstaubemissionen
seit Beginn der Maßnahmen beständig, was auch immissionsseitig
deutlich zu sehen ist: Die Anzahl der Überschreitungstage gingen bei
Feinstaub PM10 von 2003 bis 2008 an der Messstation Linz-Römerberg um
37 % zurück, an der Station Enns-Kristein um 77 %.

Landesrat Anschober: "Bei den Stickoxiden ist derzeit noch keine
Abnahme feststellbar, der größte Teil davon stammt mit Abstand aus
dem Verkehr. Daher ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ein
absolutes Muss für die Zukunft. Die Energiewende muss daher auch eine
Verkehrswende sein. Das nächste Jahrzehnt muss das Jahrzehnt des
Ausbaus des öffentlichen Verkehrs werden."

Rückfragehinweis:

Büro Landesrat Rudi Anschober
   Mag. Rudi LEO
   Pressesprecher
   Tel: +436648299969
   mailto:[email protected]
   Promenade 37
   4020 Linz
   www.anschober.at

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