• 20.08.2009, 10:02:02
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  • OTS0046 OTW0046

GLOBAL 2000: Strabag baut Mochovce? - Keine österreichische Beteiligung am AKW-Ausbau.

Ausschreibungsverfahren widerspricht den Richtlinien zur Umweltverträglichkeitsprüfung.

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 protestiert erneut gegen die Absicht der Strabag, sich am Bau
der Risikoreaktoren Mochovce 3 + 4 zu beteiligen. Mit Gasmasken,
Schutzanzügen und einem Transparent mit der Aufschrift "Strabag baut
Mochovce" forderten die UmweltschützerInnen eine klare Stellungnahme
von Seiten des Baukonzerns: "Während einer laufenden
Umweltverträglichkeitsprüfung ist es unzulässig bereits ein
Ausschreibungsverfahren einzuleiten, da der Ausgang der
Umweltverträglichkeitsprüfung noch offen ist und keine Entscheidungen
vorweggenommen werden dürfen" so Doris Rauh, Pressesprecherin von
GLOBAL 2000. Auch die EU-Kommission machte in ihrer Stellungnahme vom
Juli 2008 klar, dass Mochovce nicht dem aktuellen Sicherheitsstandard
entsprechen kann. Ein Großteil der Gebäude ist seit über 20 Jahren
der Witterung ausgesetzt. Die Baugenehmigung ist aus dem
Atomunglücksjahr 1986, erforderliche Sicherheitskonzepte und
Standards könnten nicht angewendet werden, so die Kommission. Eine
Beschwerde bezüglich des Vorgehens der Betreiber von Mochovce ist von
GLOBAL 2000 bei der Aarhus-Kommission anhängig. Die Strabag hat
klarzustellen: Wie kann sich ein verantwortungsvolles
österreichisches Unternehmen an der Fertigstellung eines derartigen
Skandalprojekts und insbesondere an einem wahrscheinlich illegalen
Auschreibungsverfahren beteiligen?

"GLOBAL 2000 fordert die Strabag auf, endlich aufzuwachen und zu
erkennen, dass die Baubeteiligung an der Atomruine ein Umweltskandal
ist. Das zur Zeit gefährlichste Atomkraft-Projekt Europas darf nicht
weiter gebaut werden", fordert Doris Rauh.

Die Umweltschützerinnen hatten bereits am vergangenen Montag vor der
Strabag-Firmenzentrale in Wien gegen das Bauvorhaben protestiert,
jedoch war die Strabag nicht zu einem Gespräch bereit und blockte
forsch ab. "Offensichtlich kann die Strabag selbst nicht erklären,
warum sie die Schrottreaktoren bauen wollen. Wir wollen Klarheit und
Herrn Haselsteiner davon überzeugen, dass er auf die
ÖsterreicherInnen hören soll! Sie haben sich gegen Atomkraft
ausgesprochen. Kein österreichisches Unternehmen sollte diesen
Umweltwahnsinn unterstützen", Rauh abschließend.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Doris Rauh
Tel.: +43 699-14 2000 19
mailto:[email protected]
www.global2000.at

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