• 17.08.2009, 11:31:30
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Roma-Attacke: SOS Mitmensch erhebt Vorwürfe gegen Lienzer Polizei

Überfall soll offensichtlich wegbürokratisiert werden

Wien (OTS) - Nach der Attacke auf durchreisende Roma in Osttirol
erhebt die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch nun Vorwürfe
gegen die Lienzer Polizei.

"Es ist völlig inakzeptabel, dass die Polizei nach dem Vorfall
keine Anzeige erstattet hat", kritisiert Sprecher Philipp
Sonderegger: "Wir erwarten, dass der Sachverhalt von der Polizei
gründlich erhoben und von der Staatsanwaltschaft insbesondere auf
Nötigung,Verhetzung und Sachbeschädigung geprüft wird."

Zeugenaussagen stellen den Vorfall so dar, dass zumindest vier
Jugendliche mit Stangen und Händen auf die parkenden Wohnwagen der
Roma eingeschlagen hätten. Dabei seien Parolen wie "Zigeuner raus"
und "Dieses Gesindel brauchen wir hier nicht" gerufen worden.
Entgegen Polizeiangaben ging laut Aineter Bürgermeister Karl
Poppeller eine Wohnwagenscheibe zu Bruch.

"Es ist der schale Eindruck entstanden, dass die Lienzer Polizei
den Vorfall wegbürokratisieren will und über einige strafrechtlich
relevante Umstände hinweg gesehen hat", so Sonderegger.

Rückfragehinweis:
SOS MITMENSCH
Tel.: +43(664) 450 59 60
E-mail: [email protected]

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