• 17.08.2009, 11:13:26
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Johannes Hahn: Archäologie ist wichtiger Bestandteil der österreichischen Forschungslandschaft

Wissenschaftsminister absolviert Arbeitsbesuch bei Grabung Ephesos - Österreich wird Grabungsleitung für Sabine Ladstätter beantragen

Wien/Ephesos (OTS) - Wissenschaftsminister Johannes Hahn
absolviert heute und morgen einen Arbeitsbesuch in Ephesos. "Die
Archäologie ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen
Forschungslandschaft und eng mit der renommierten und
traditionsreichen Ausgrabung Ephesos verknüpft", so der Minister.
Bereits seit 114 Jahren ist die Grabung Ephesos des Österreichischen
Archäologischen Instituts (ÖAI) eine der bedeutsamsten Komponenten
der österreichischen Archäologie. Neben der Besichtigung der
aktuellen Grabungen wird Johannes Hahn auch das Aksit Kulturforum in
Ürkmez besuchen sowie mit Wirtschaftstreibenden zusammentreffen.

Ephesos zählt zu den ältesten Städten des Altertums in Kleinasien und
war eine der größten Metropolen der Antike. 70 km südlich von Izmir,
nahe der türkischen Westägäis-Küste, forschen und arbeiten jährlich
mehr als 100 Wissenschafter/innen und Grabungsarbeiter/innen. An der
Kampagne 2009 wirken 65 Wissenschafter/innen und 60
Grabungsarbeiter/innen mit. Sie kommen überwiegend aus Österreich,
der Türkei und Deutschland. Aber auch aus den USA, Italien, der
Slowakei, Belgien und Großbritannien. Dabei geht es um ein breites
Spektrum an Tätigkeiten: Von Ausgrabungen über Publikationen bis hin
zu Konservierung und Restaurierung. Jüngst wurde die älteste Siedlung
im Raum von Ephesos aufgedeckt und somit deutlich, dass die
Besiedelungsgeschichte von Ephesos rund 4.500 Jahre früher beginnt,
als bisher angenommen.

Die österreichische Grabung Ephesos steht unter der Leitung von
Johannes Koder, stellvertretende Grabungsleiterin ist Sabine
Ladstätter. Sie wird mit 1. Oktober 2009 Direktorin des
Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI) und löst damit
Johannes Koder ab, der das ÖAI seit 2007 interimistisch geleitet hat.
Mit Sabine Ladstätter steht erstmals eine Frau an der Spitze des ÖAI
- für den Wissenschaftsminister ein "erfreuliches Signal". Österreich
wird auch die Grabungsleitung in Ephesos für Sabine Ladstätter
beantragen, dazu kündigt Hahn weitere Gespräche mit Verantwortlichen
von türkischer Seite an. "Sabine Ladstätter ist wissenschaftlich
hervorragend qualifiziert", so der Minister, der sich erneut vor Ort
von der professionellen Arbeit der Kärntnerin und ihres Teams
überzeugen kann.

"Abseits der großen Bedeutung für Wissenschaft und Forschung ist
Ephesos auch wichtig für die Bereiche Wissenschaftskommunikation,
Tourismus, Wirtschaft und Nachwuchsarbeit", so der
Wissenschaftsminister weiter. Er verweist u.a. auf die hohen
Besucherzahlen: 2008 haben rund zwei Millionen Besucher/innen die
Ephesos-Grabung besucht. Damit ist Ephesos nach Istanbul an zweiter
Stelle der türkischen Besucher/innenmagneten. "Jährlich bekommen
zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich die
erfolgreiche Arbeit der Archäologinnen und Archäologen anzusehen. In
der Fachwelt sind die Ausgrabungen zudem fest mit dem
Wissenschaftsstandort Österreich verbunden", betont Hahn.

Ephesos ist aber auch zentral für die Nachwuchsförderung, ist die
Grabung doch auch eine wichtige universitäre Ausbildungsstätte.
Vergangenes Jahr waren rund 70 Studierende aus Österreich und der
ganzen Welt in Ephesos. Zahlreiche Diplomarbeiten und Dissertationen
befassen sich mit Themen rund um Ephesos. 2008 wurde vor Ort an fünf
Diplomarbeiten und zehn Dissertationen gearbeitet.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007

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