- 13.08.2009, 13:50:01
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Tumpel: Überlange Arbeitszeiten gefährden die Gesundheit - Überstundenabbau kann zusätzlich Beschäftigung schaffen
Wien (OTS) - Österreichs Erwerbstätige müssen im EU-Vergleich am
längsten arbeiten: Mit knapp 43 Stunden/Woche (2008) kommen sie auf
die höchsten durchschnittlich geleisteten Wochenarbeitszeiten in der
EU. Ein Drittel davon wird von den ArbeitgeberInnen nicht einmal
bezahlt. Trotz der aktuellen Wirtschaftskrise, die sich in
beträchtlichen Auftragsrückgängen, steigender Arbeitslosigkeit und
Kurzarbeit niederschlägt, muss auch heuer jede/r 5. Arbeitnehmer/in
regelmäßig Überstunden leisten. Überzogene Arbeitsbelastungen führen
zu massiven gesundheitlichen Problemen und kosten außerdem enorm viel
Geld. Im "Fehlzeitenreport 2008" berechnete das WIFO für alle
Krankenstände 12,7 Milliarden Euro an jährlich anfallenden Kosten
(direkte und indirekte betriebswirtschaftliche Kosten sowie
Gesundheitsausgaben). "Diese Dauerbelastung, die oft einseitig von
den Unternehmen eingefordert wird, gefährdet die
Beschäftigungsfähigkeit und den Gesundheitszustand der
ArbeitnehmerInnen. Ein Abbau chronischer Überstundenleistung kann
auch mehr Beschäftigung schaffen. Das wäre gerade in der Krise
notwendig", sagt AK Präsident Herbert Tumpel.
Dauerhafter Zwang zur Überstundenleistung belastet auch das
Familienleben und erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wegen der physischen Überbeanspruchungen steigen ferner die
psychischen Verschleißerscheinungen wie z.B. Burn-outs. Auch aus
gesundheitspolitischer Sicht, erscheint eine Diskussion über die
Reduktion von regelmäßig anfallenden Überstunden daher als
unabdingbar.
Rückfragehinweis:
Thomas Angerer
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2578
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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