ÖJC-Vizepräsident Dr. Herbert Laszlo gestorben

Wien (OTS) - Der bekannte österreichische Wirtschaftsjournalist, Chefredakteur und Medieninhaber sowie Vizepräsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) und Direktor der Journalismus & Medien Akademie ist im 70. Lebensjahr am 4. August 2009 verstorben. Das teilte heute, Freitag, der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) mit. "Mit Dr. Herbert Laszlo verliert der österreichische Journalismus den profundesten Wirtschaftsjournalisten unseres Landes und der ÖJC einen hervorragenden, engagierten Vizepräsidenten, einen einzigartigen, herzlichen Menschen und exzellenten Juristen und Journalisten", so ÖJC-Präsident Fred Turnheim. Herbert Laszlo hat sich im ÖJC besonders im Bereich der Ausbildung für junge Journalisten engagiert. Er war Spezialist für die Fragen des österreichischen und europäischen Urheberrechts.

Dr. Herbert Laszlo wurde am 16. April 1940 in Wien geboren. Er besuchte das Schottengymnasium und studierte Jus in Mindestzeit. Nachdem er nicht Anwalt werden wollte, verdiente er seine ersten Sporen als Büromaschinen-Verkäufer für Olivetti. Schon bald zeigte sich seine journalistische Ader und er wurde Bürofachjournalist und später IT-Journalist. Laszlo hat im RiskControl, bmp und Output geschrieben. Er ist der "Erfinder" der APA Journale und "Miterfinder" der Büro- und Computerfachmesse ifabo. 1985 kaufte er vom Verlag Hoppenstedt den "Börsen-Kurier" und machte diesen zur führenden Fachzeitschrift im Bereich der Börseninformation.

Sein beruflicher Werdegang neben dem Journalismus war die Büroorganisation (Consulting auch vor Erfindung dieses Wortes) und der Pressedienst Dr. Laszlo, der ihn zum langjährigen Kunden des Observer, später Geschäftsführer und dann Eigentümer (1980) gemacht hat.

Er hat Zeit seines Lebens Medien erfunden und hat immer gemeint, daß er für jede Zielgruppe Medien machen können muss. Darunter neben den APA Journalen und der Observer Hauszeitung (heute Letter) auch Schülerzeitungen, die Balmung Wandzeitung, den Strategie-Observer und viele mehr.

Schreiben war seine Form des Ausdrucks. Trotzdem war er ein guter Redner und Vortragender. Er hatte immer Kugelschreiber und Papier dabei und seine Mini-PCs und Smartphones, auf denen er auch im Zehn-Finger-System kunstvoll lange Berichte von Pressekonferenzen schrieb. Er hatte auch die für manche enervierende Angewohnheit sich sofort Aussagen und Formulierungen freigeben zu lassen und ließ mitunter auch Gesprächspartnern wenig Spielraum. Zudem hatten die den fertigen Text schon im Email-Account, bevor sie noch an den Schreibtisch zurückgekehrt sind. Sogar auf dem Nachttisch lag ein Block, um die nächtlichen Geistesblitze zu sichern und schlaflose Nächte zu nutzen. Dr. Laszlo war immer tätig. Wenn er nicht schrieb, dann las er oder sprach. Aus der Masse der konsumierten Medien informierte er sein Umfeld über interessante Artikel und verband die gewonnen Informationen auf so ungewöhnliche Weise zu neuen Erkenntnissen, dass die Zuhörer ihm erst gedanklich folgen mussten.

Die feierliche Verabschiedung findet am Donnerstag, dem 13. August 2009, um 16.00 Uhr in der Stiftskirche "Unserer lieben Frau zu den Schotten", Freyung 6, 1010 Wien statt. Im Anschluss Agape im Börsegebäude, Restaurant Hansen, Wipplinger Strasse 34, 1010 Wien. Das Begräbnis findet im Familien- und Freundeskreis statt.

Die Familie hat, ganz im Sinne des immer modern, denkenden Herbert Laszlo ein Online-Kondolenzbuch unter WWW.OBSERVER.AT/DRLASZLO aufgelegt. Statt Blumenschmuck bittet sie im Sinne des Verstorbenen um Unterstützung für seine Herzensangelegenheit, die Glücksforschung IFEG-KONTO: BLZ 14900,
KTO.-NR. 22010363938.

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