LR ANSCHOBER: Die nächsten Jahre müssen größte Ausbauoffensive für öffentlichen Verkehr in der oö Landesgeschichte bringen

Attraktivierung der klimaverträglichen Mobilität ein zentrales Anliegen der Grünen bei nächsten Regierungsverhandlungen

Wien (OTS) - "In Oberösterreich wurde über Jahrzehnte hindurch einseitig in den Ausbau der Straßeninfrastruktur investiert. Vieles davon war notwendig, doch jetzt muss der Vorrang bei den Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur von der Strasse hin zum öffentlichen Verkehr verändert werden: das nächste Jahrzehnt muss das Jahrzehnt der Ausbauoffensive für den öffentlichen Verkehr werden und die größte Ausbauoffensive für die Öffis in der Landesgeschichte bringen", fordert Grünen-Spitzenkandidat Landesrat Rudi Anschober. "Es geht nicht ums Vermiesen des Autofahrens, sondern um eine massive Verbesserung des Angebots im ganzen Land und für alle Bevölkerungsschichten. Eine hohe Qualität im Angebot des ÖV wird auch angenommen und rechnet sich dadurch auch mittelfristig. Die Schweiz zeigt uns seit Jahren vor, wie das funktionieren kann."

Konkret stehen auf der Grünen Forderungsliste für die kommenden zehn Jahre neben Qualitätsverbesserungen auf bestehenden Strecken:
- Schaffung einer attraktiven ÖV-Verbindung zwischen Linz und Aigen sowie zwischen Linz - Gallneukirchen - Hagenberg und Pregarten;
- Verlängerung der Straßenbahn von Linz über Traun bis Haid;
- Ausbau und Attraktivierung der Summerauerbahn sowie der Pyhrnbahn; - Ausbau der Westbahn mit Focus auf den Nah- und Regionalverkehr -v.a. viergleisiger Ausbau Kleinmünchen;
- Statt eines dritten und vierten Gleises der Westbahn zwischen Attnang und Salzburg Schaffung einer attraktiven Innviertelbahn als Verbindung zwischen Linz und München;
- Beseitigung der Langsamfahrstellen bei Linzer Lokalbahn und Donauuferbahn

Anschober: "Das sind, neben einigen kleineren, unsere zentralen Ziele bei der Infrastruktur. Genauso wichtig ist es aber, das Angebot selbst zu verbessern. Dazu haben wir als Grüne im neuen oö. Gesamtverkehrskonzept bereits zentrale Qualitätsverbesserungen beim öffentlichen Verkehr durchgesetzt:
- Regionalverkehrskonzepte und Mobilitäts-Beratungsstellen in allen Regionen;
- Attraktivierte Regionalbahnen als Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs;
- Taktverkehrs-Offensive bei Bahn und Bus;
- Mindeststandards in Ballungszentren:
¼ Stunden-Takt als Normalfall
½ Stunden-Takt in Ausnahmefällen (Sonn- und Feiertage, erste Nachthälfte);
- Mindeststandards außerhalb der Ballungszentren:
Stundentakt - auch zu Tagesrandzeiten und an Wochenenden;
15 Minuten-Takt zu den Hauptverkehrszeiten;
Optimale Verknüpfungen zwischen Bahn und Bus;
Rufbussystem im 2-Stunden-Takt;
- Mobi-Card - bargeldlose Chipfahrkarte als universelles Zahlungsmittel;
- Verstärkter Ausbau dezentraler Park-and-Ride-Anlagen;
- Fahrradoffensive für Oberösterreich mit Schwerpunkt Alltagsverkehr.

Diese wichtigen Qualitätsverbesserungen, die nun als Landesziele im GVK verankert sind, müssen in der nächsten Legislaturperiode ebenso kommen wie die Ausbauoffensive bei der Infrastruktur - damit OÖ 2015 öffentlich, schnell, pünktlich und bargeldlos unterwegs sein kann. Dafür werden starke Grüne in der Landesregierung Garant sein."

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