- 31.07.2009, 11:52:59
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SJÖ und JUSOS Tirol zu Bgm. Zach: Empfang für "Jugend für das Leben" absagen!
Utzig und Kuttner kritisieren heutigen Empfang von Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach für frauenfeindliche AbtreibungsgegnerInnen und kündigen Protestaktion an
Wien/Innsbruck (OTS) - Mit heftiger Kritik reagieren Christine
Utzig, Frauensprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ),
und Laura Kuttner, Frauensprecherin der JUSOS Tirol, auf den heutigen
Empfang von Bgm. Hilde Zach für die fundamentalistische
Anti-Abtreibungsorganisation "Jugend für das Leben" in Innsbruck.
Utzig und Kuttner fordern Zach auf, den Empfang sofort abzusagen und
sich klar von der frauenfeindlichen Propaganda von "Jugend für das
Leben" zu distanzieren: "Es ist ein unerträglicher Skandal, dass das
offizielle Innsbruck einen Empfang für eine Organisation abhält, die
mit Lügen und Angstmache die Fristenlösung und das
Selbstbestimmungsrecht von Frauen in Frage stellt. Zach und ihre
Stellvertreterin Oppitz-Plörer, die selbst bei "Aktion Leben" ihr
rückschrittliches Frauenbild auslebt, müssen jetzt den
InnsbruckerInnen mal erklären, warum sie für frauenfeindliche
Agitation eine Bühne bieten und wie sie selbst dazu stehen",
kritisieren Utzig und Kuttner.
Utzig und Kuttner kündigen für 17 Uhr eine Protestaktion an, mit
der sie zeigen, dass die AbtreibungsgegnerInnen in Innsbruck nicht
willkommen sind: "Wir werden nicht akzeptieren, dass es Empfänge für
Gruppen gibt, die an der Fristenlösung rütteln wollen. Wir fordern
von der Bürgermeisterin ein klares Bekenntnis zum Recht auf
Selbstbestimmung."
Kuttner wundert es auch nicht, dass sich die frauenfeindlichen
FundamentalistInnen gerade die West-Bundesländer für ihren "Pro Life
Marsch 09", der heute in Innsbruck startet, ausgesucht haben: "Es
gibt ein Ost-West-Gefälle, was Fortschrittlichkeit hinsichtlich
Selbstbestimmungsrecht für Frauen betrifft. Frauen in Tirol, die sich
für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, müssen riesige Hürden,
vor allem finanziell, überwinden, um eine Abtreibung durchführen zu
können. Diese Situation ist untragbar - Abtreibung muss in allen
öffentlichen Spitälern und Ambulanzen auf Krankenschein möglich
sein."
Kuttner und Utzig weiter: "Schwangerschaftsabbruch darf kein
Straftatbestand sein, d.h. er muss raus aus dem Strafgesetzbuch.
Weiters muss es an Schulen geregelten Sexualkundeunterricht und
Aufklärung bezüglich Verhütung geben, um ungewollte Schwangerschaften
zu vermeiden. Es kann nicht sein, dass 'Jugend für das Leben' ihre
einseitige Propaganda auch in Schulen verbreiten können. Überhaupt
muss die Kirche raus aus der Sexualerziehung!", so Kuttner und Utzig
abschließend.
Rückfragehinweis:
Lukas Schreyer, JUSOS Tirol, 0699/110 85 887
Philipp Lindner, SJÖ-Pressesprecher, 0699/81 25 22 41
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