FORMAT: Ernst & Young und HSBC werden wegen Madoff geklagt

Mediationsverfahren in Luxemburg gescheitert

Wien (OTS) - Die Großbank HSBC und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young werden vom Madoff-Fonds Alpha Prime in Luxemburg geklagt. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

"Nachdem ein Mediationsverfahren in Luxemburg gescheitert ist, klagen wir HSBC und Ernst & Young in Luxemburg", sagt Peter Fischer gegenüber FORMAT. Fischer sitzt im Board of Directors des Fonds Alpha Prime, dessen Gelder vom US-Betrüger Bernard Madoff veruntreut wurden.

FORMAT liegen exklusiv vertrauliche E-Mails und Verträge mit Bernard Madoff vor. Aus denen geht hervor, dass Ernst & Young Prüfaufgaben an den Madoff-Auditor Freeling & Horowitz ausgelagert delegiert hat. Zudem sollen vertrauliche E-Mails schwere Sorgfaltspflichtverletzungen von HSBC belegen. So wurden etwa Madoffs Trade-Tickets, also Belege für den An- und Verkauf von Wertpapieren, selten überprüft. Die Depotbank HSBC begnügte sich mit tabellarischen Aufstellungen, die ihnen Madoff am Monatsende schickte. Außerdem wurde der Broker-Dealer Bernard Madoff von HSBC bereits 2004 zum Sub-Custodian bestellt. Die Öffentlichkeit sollte aber nie darüber informiert werden.

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