Hausherr zu Führerscheinstatistik: "Jeder fünfte Fahrschüler entscheidet sich für L17"

Nach neunjähriger Pause endlich wieder neues Datenmaterial

Wien (PWK591) - Erfreut zeigt sich Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), angesichts der heutigen Veröffentlichung der Führerscheinstatistik für die Jahre 2006 und 2007 nach einer Pause von neun Jahren. "Die Statistik Austria hat nicht zuletzt auf Drängen des Fachverbandes begonnen, das vorhandene Datenmaterial aus dem zentralen Führerscheinregister zu verarbeiten. Diese Zahlen sind eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit und liefern wertvolle Erkenntnisse über die Tätigkeit der heimischen Fahrschulen", betont Hausherr.

Von den über 84.000 Führerscheinneulingen im Bereich der Klasse B entschieden sich mehr als 17.000 für die sogenannte "L17"-Ausbildung, das entspricht einem Anteil von 20 Prozent. "Diese Form der Fahrausbildung ist nicht nur sehr beliebt, auch die Durchkommensquote bei der Führerscheinprüfung ist aufgrund der vielen Fahrpraxis deutlich höher als bei herkömmlich ausgebildeten Fahrschülern", freut sich Hausherr über das im Jahr 1999 erfolgreich eingeführte Ausbildungsmodell.

Im Vergleich zu 1997 ist nach damals rückläufiger Tendenz die Anzahl der Ersterteilungen von Lenkberechtigungen wieder deutlich angestiegen. Gab es 1997 noch 98.121 Ersterteilungen, so sind diese auf insgesamt 115.909 angewachsen. Bei der Klasse B ist die Zahl angesichts eines leichten Rückgangs um etwa 2000 auf 84.786 Führerscheine relativ konstant geblieben.

Die meisten Führerscheine wurden mit 17.145 in Oberösterreich gemacht, dahinter folgen Niederösterreich, Steiermark und Wien. Bei den Ersterteilungen haben die Männer mit 51,2 Prozent knapp die Nase vorn. Bei Frauen ist grundsätzlich der Trend feststellbar, dass sie die Führerscheinausbildung später nachholen.

Im Vergleich zur Führerscheinstatistik von 1997 zeigt sich, dass die Anzahl jener Personen, die gleichzeitig die Führerscheinausbildung der Klasse A mit der Klasse B kombinieren, spürbar zurückgeht. Genauso ist aber zu beobachten, dass in späteren Jahren die Freude am Zweirad gefunden wird und der A-Schein nachgemacht wird. Etwa ein Drittel der neuen Motorradlenker ist 30 Jahre oder älter.

Fasst man alle Führerscheinklassen zusammen, beträgt die Anzahl der Ausdehnungen 2007 insgesamt 71.740. Einen starken Anteil stellen neben der bereits erwähnten Klasse A die Klasse E (Anhänger für PKW oder KLW) sowie die Klasse F.

"Die österreichischen Fahrschulen sind ein Garant dafür, dass die individuelle Mobilität der Bevölkerung zu einem Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet ist. Eindrucksvoll bestätigt wird dies durch mehr als 185.000 erfolgreich durchgeführte Führerscheinausbildungen", so Hausherr. (SR)

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