• 30.07.2009, 10:55:38
  • /
  • OTS0085 OTW0085

StR. Ludwig: Bauträgerwettbewerbe forcieren "Holzbau in der Stadt"

Gezielter Einsatz des Baustoffs Holz auf insgesamt 3 Bauplätzen

Wien (OTS) - Mit der Novellierung der Wiener Bauordnung im Jahr
2001 ermöglichte die Stadt Wien den Einsatz von Holz als
Konstruktionsbaustoff im mehrgeschossigen Wohnbau bis zu einer Höhe
von fünf Geschossen. Voraussetzung dafür ist jedoch die Errichtung
eines mineralischen Sockelgeschosses bzw. Fundaments, etwa aus Beton.
Bereits im Jahr 2004 hat der geförderte Wiener Wohnbau mit den drei
realisierten Holzmischbauprojekten im Rahmen des
Bauträgerwettbewerbes "Holz - und Holzmischbauweise" nationale und
internationale Impulse für den nachhaltigen Wohnbau in Stadtrandlagen
gesetzt. Die Anlage Mühlweg in Floridsdorf ist mit rund 270
Wohneinheiten nach wie vor die größte Holzwohnanlage Europas.****

Mit der Techniknovelle 2007, die Wohnbaustadtrat
Vizebürgermeister Michael Ludwig Anfang 2008 vorlegte und die im
Sommer 2008 in Kraft trat, wurden erstmals alle notwendigen
Rahmenbedingungen festgelegt - dabei handelt sich vor allem um
Brandsicherheit - die den Einsatz des erneuerbaren Rohstoffs Holz
auch im mehrgeschossigen Wohnbau der Gebäudeklasse 5, d.h. bis
maximal sieben Geschosse, ermöglichen.

"Holz ist als erneuerbares Baumaterial nicht nur besonders
umweltfreundlich, sondern bietet darüber hinaus auch eine ganz
besondere Wohnatmosphäre. Mit den nun ausgeschriebenen
Bauträgerwettbewerben für die Wagramer Schleife und die Breitenfurter
Straße setzen wir weitere Akzente und stärken gleichzeitig den
Stellenwert der Ökologie im Wohnbau sowie die Offenheit für
innovative umweltfreundliche Bauweisen. Die Evaluierung der bereits
fertig gestellten Holz-Wohnbauten in Floridsdorf belegt die hohe
Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner - Grund genug, dieser
Bauform nun mehr Raum zu geben", erklärt Wohnbaustadtrat
Vizebürgermeister Michael Ludwig.

Die Ausschreibungsunterlagen der - vom wohnfonds_wien
ausgelobten - Bauträgerwettbewerbe zum Thema "Holzbau in der Stadt",
für insgesamt drei Bauplätze in zwei Bezirken, sind ab sofort auf der
Homepage des wohnfonds_wien abrufbar. Ziel der Wettbewerbe ist die
Weiterentwicklung der Holzbauweise hinsichtlich der
Einsatzmöglichkeiten und der Konstruktion. Die Sitzung der
Bauträgerwettbewerbe-Jury unter dem Vorsitz von Architekt Dietmar
Steiner findet voraussichtlich im November 2009 statt.

22., Wagramer Schleife

Auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der
Kreuzung Eipeldauer Straße und Wagramer Straße soll eine neue
Wohnhausanlage mit insgesamt 95 Wohnungen entstehen. Die Liegenschaft
ist in zwei Bauklassen geteilt - im hinteren Abschnitt ist ein
Holzgebäude mit einer Gebäudehöhe von bis zu neun Metern zu
realisieren. Bei der Verbauung dieser Bauklasse ist für die tragenden
Bauteile der oberirdischen Geschoße eine hölzerne Tragstruktur
vorgesehen.

Im vorderen Bereich an der Wagramer Straße ermöglichen die
Bebauungsbestimmungen eine maximale Gebäudehöhe von 18 Metern. Dies
entspricht einem Gebäude mit sechs oberirdischen Geschoßen, wobei im
Erdgeschoß ein Geschäft geplant ist. Die fünf darüber liegenden
Geschoße sollen für Wohnungen genutzt werden. Die Bebauung soll in
Holzmischbauweise realisiert werden, wobei das Sockelgeschoß
mineralisch und die obersten beiden Geschoße in Holzbauweise
auszuführen sind. Die Auslobungskriterien sehen weiters die
Ausbildung von flachgeneigten Dächern vor, wobei das Dach des
dreigeschossigen Wohngebäudes begrünt werden muss. Da die ausgelobten
Grundstücke an stark befahrenen Straßen liegen, ist bei der Planung
der Gebäude besonders auf erhöhten (Luft-)Schallschutz zu achten.

23., Breitenfurter Straße 450-452

Der Baugrund in der Breitenfurterstraße teilt sich in zwei
Bauplätze und steht im Besitz der Stadt Wien-Wiener Wohnen. Bei dem,
derzeit noch darauf befindlichen, Gemeindebau wurde im Jahr 2006 im
Zuge der Vorbereitungsarbeiten für eine Sockelsanierung festgestellt,
dass das beim Bau 1947-1951 eingesetzte Deckenmaterial den statischen
Ansprüchen nicht mehr gerecht wird.

Eine Sanierung der Wohnhausanlage war angesichts dieser massiven
statischen Mängel nicht mehr möglich, Wiener Wohnen reagierte prompt,
siedelte das Gebäude ab und stellte allen MieterInnen Ersatzwohnungen
in Liesing bzw. auf Wunsch im angrenzenden Hietzing zur Verfügung.
Zusätzlich erhielt jede betroffene Mieterin und jeder Mieter
Hilfestellung bei der Organisation und Umsetzung der Übersiedlung,
auch die daraus entstehenden Kosten übernahm die Hausverwaltung
Wiener Wohnen.
Die Nutzung des Grundstücks für den sozialen Wohnbau bleibt aufrecht,
daher stellt die Stadt Wien-Wiener Wohnen diese Bauplätze dem
geförderten Wiener Wohnbau zur Verfügung.

Der Gemeindebau in der Breitenfurter Straße ist der einzig
bekannte Fall, wo aufgrund des verwendeten Baumaterials eine
Sanierung nicht mehr möglich ist.

Die beiden, nunmehr zur Bebauung ausgelobten Grundstücke
befinden sich an der Breitenfurter Straße rechts bzw. links der
Rodauner Straße. Die Grundfläche umfasst im Summe rund 6.700
Quadratmeter. Entsprechend der Bebauungsbestimmungen soll hier ein
Holzbau der Gebäudeklasse 4 mit bis zu 3,5 Geschoßen und insgesamt 75
Wohnungen entstehen (zum Vergleich: der abgesiedelte Gemeindebau
umfasste 59 Wohnungen). Der Abbruch der noch stehenden Gemeindebauten
wird, nach Kürung des Siegerprojekts, vom Bauträger veranlasst.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) lok

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Roberta Kraft
   Mediensprecherin Vbgm. Dr. Michael Ludwig
   Telefon: 01 4000-81277
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel