Straßengütertransport und Umweltschutz sind kein Widerspruch

Herzer: Euro 6 Lkw als nächste Stufe ökologischer Motorenentwicklung - bundesweite finanzielle Unterstützung bei Anschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge geboten

Wien (PWK588) - Mit der nunmehrigen Veröffentlichung der entsprechenden Verordnung im EU-Amtsblatt erfolgt ein weiterer Schritt in Richtung Ökologisierung des Straßengüterverkehrs: Ab 31.12.2013 dürfen nur noch Euro 6 Lkw neu zugelassen werden, welche die bisher strengsten Abgasnormen erfüllen. "Diese Verordnung ist der nächste logische Schritt in einer ganzen Zeitreihe der Motorentwicklung und Motorenverbesserung seit Beginn der 1990er Jahre", betont Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbandes für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Das zeigt, dass die Mär vom ‚Stinker-Lkw’ schon lange nicht mehr stimmt."

Die EU-Verordnung regelt die Emissionsgrenzwerte für Bereiche wie Rußpartikel, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe und fixiert die spätesten Zulassungszeitpunkte für solche "Euro 6 Lkw":
konkret 2012 für Typengenehmigungen und 2013 für Einzelgenehmigungen.

Ein Euro 6 Lkw emittiert im Schnitt um 94 Prozent weniger Schadstoffe als ein Euro 0 Lkw, das ist eine enorme technische Entwicklung. Schon jetzt - bei Euro 3 bis Euro 5 Lkw - gibt es eine Emissionsreduktion gegenüber Euro 0 Lkw von rund 75 bis 87 Prozent. "Der ‚Stinker-Lkw’ gehört längst ins Reich der Fantasien. Die Fakten sprechen eindeutig eine andere Sprache", sagt Herzer.

Es sei deshalb höchst an der Zeit, die Terminologie des österreichischen Verkehrsgeschehens zu überarbeiten und um einige aktuelle Kapitel zu ergänzen, statt "wieder und immer wieder den Stand der späten 1980er Jahre" zu wiederholen. "Auch bei den Entscheidungsträgern muss ein Umdenken stattfinden, denn die österreichischen Transporteure setzen auf ökologische Fuhrparks. Das sollte die Politik endlich anerkennen und entsprechend würdigen", unterstreicht Herzer und erinnert an die Forderung nach einer bundesweiten finanziellen Unterstützung bei der Anschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge, wie dies in Deutschland bereits der Fall ist. "Was dort geht, muss auch bei uns machbar sein." (SR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Peter Tropper
Tel.: (++43) 9616363-59
mailto: office@dietransporteure.at
www.dietransporteure.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001