• 28.07.2009, 20:36:02
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Wenn plötzlich der Genierer einsetzt ... (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 29. Juli 2009

Klagenfurt (OTS) - Gebärdet sich jemand wie der siebente Zwerg von
links - Verzeihung, von rechts natürlich -, sollte er keiner
Erwähnung wert sein. Schon um braune Unsäglichkeiten nicht
aufzuwerten, die ihm entfleucht sind. Dieser Einwand hat nur einen
Haken: Martin Graf ist nicht mehr der siebente Zwerg von rechts, weil
eine Mehrheit von Mandataren verschiedener Couleurs ihn in eines der
höchsten Ämter gehievt hat - ohne Genierer.

Diese Aufwertung haben auch jene zu verantworten, denen dieser Herr
nun Schamesröte ins Gesicht treibt - weil er sich virtuell an Grenzen
zu Italien vergreift. Eine Peinlichkeit wird dem Kanzler eines
EU-Staates jetzt zu viel - nach vielen ÖVP-gebilligten Vergehen an
Werten, auf denen die Zweite Republik fußt. Wer hätte von jemandem,
der laut "profil"-Interview "nichts vom sogenannten
antifaschistischen Grundkonsens" hält, anderes erwartet? Grafs
ideologische Stoßrichtung war bekannt, als er Dritter
Nationalratspräsident wurde. Dass es jetzt eine Abwahl braucht,
spricht für sich.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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