- 28.07.2009, 11:26:09
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ÖAMTC fliegt Tiroler Kleinkind aus Ägypten und verletzte oberösterreichische Reiterin aus Sibirien heim
Clubexperten appellieren: Vorsicht bei Sprüngen ins Wasser
Wien (OTS) - Hochsaison im Tourismus ist gleichzeitig Hochsaison
bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. An Spitzentagen läuten die
Telefone bis zu 1.000 Mal am Tag. Bei jedem Anruf gilt für die
Mitarbeiter: rasch reagieren und - im schlimmsten Fall nach
Erkrankung oder Unfall -eine sofortige Heimreise eines Menschen zu
organisieren.
Gestern wurde der 15 Monate alte Samuel G. aus Tirol mit dem
Ambulanzjet nach Hause geflogen. Der kleine Bub war mit seinen Eltern
in Sharm el-Sheik auf Urlaub, als er schwer erkrankte. Was zuerst
nach einer Bronchitis aussah, entwickelte sich zu Krampfanfällen. Die
besorgten Eltern brachten Samuel sofort in eine Privatklinik. Dort
wurde die Erkrankung heruntergespielt, das Kind sollte aus dem
Krankenhaus entlassen werden. Die verzweifelte Mutter - durch das
veränderte Verhalten ihres Kindes auf's Höchste alarmiert - rief
daraufhin am 23. Juli um 23 Uhr bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nofhilfe
an. Ein österreichischer Kinderarzt wurde eingeschaltet. "Anhand der
geschilderten Symptome Erbrechen, Verweigerung der Nahrungsaufnahme,
Lethargie und Krampfanfälle war eine schwerwiegendere Erkrankung, als
die in Ägypten diagnostizierte, nicht auszuschließen", schildert
Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.
Am 26. Juli startete der ÖAMTC-Ambulanzjet, um das Kind auf
Anraten des österreichischen Arztes von Sharm el-Sheik nach Innsbruck
zu fliegen. Dort wartete bei der Landung bereits ein Krankenwagen,
der Samuel in die Uniklinik zur weiteren Diagnose und Behandlung
brachte. Die Eltern durften den kleinen Buben selbstverständlich auf
dem gesamten Krankentransport begleiten. Die Kosten für Behandlung
und ÖAMTC-Ambulanzjet belaufen sich auf rund 25.000 Euro und werden
vollständig vom Club übernommen, weil Samuel G. durch den Schutzbrief
seiner Eltern ebenfalls versichert ist.
Zwlt.: Unfall im Nirgendwo von Sibirien - der ÖAMTC hilft auch in
entlegensten Regionen
Pauschaltourismus und Cluburlaub sind nicht jedermanns Sache,
immer mehr Menschen planen individuelle Urlaube, immer öfter auch in
die abgeschiedensten Regionen auf der ganzen Welt. "Wenn dort ein
Unfall passiert oder ein Krankheitsfall auftritt, wünscht man sich
schnell wieder in die Zivilisation zurück", weiß der Leiter der
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Diese Erfahrung machte auch ein junges
Paar aus Oberösterreich, das einen Reiturlaub in Sibirien verbringen
wollte, 400 Kilometer von Irkuzk entfernt. Reiseziel war eine
burjatische Siedlung auf der Insel Olchon im Baikalsee, Abgelegenheit
und Urtümlichkeit inklusive. Die Kommunikation mit den Siedlern
funktioniert nur mithilfe einer ortsansässigen Dolmetscherin.
Auf Olchon zeigte sich dann, dass das Glück dieser Erde nicht
immer am Rücken der Pferde liegt. Franziska P. stürzte vom Ross und
hatte furchtbare Schmerzen an der Schulter. Jegliche Infrastruktur
zur Behandlung solch einer Verletzung fehlte vor Ort. So organisierte
die Dolmetscherin mit ihren Freunden und Privat-Pkw den Transport ins
vier Stunden entfernte Krankenhaus. Dort wurde ein Röntgen gemacht -
Diagnose Schlüsselbeinbruch. Dann wurde der Patientin eine Art
Gipshemd über den ganzen Oberkörper verpasst. Der Lebensgefährte rief
sofort beim ÖAMTC an. Die Schutzbrief-Nothilfe entsandte daraufhin
auf dem schnellsten Wege einen österreichischen Arzt nach Sibirien.
Dieser bestätigte die Transportfähigkeit der Patientin. Von Wien aus
wurde sogleich der Heimtransport von Irkuzk über Moskau nach München
organisiert, wo das Auto der beiden Oberösterreicher geparkt war.
Gestern Montag um 17.30 ist die Patientin in Begleitung ihres
Lebensgefährten und des ÖAMTC-Arztes glücklich in München gelandet.
Die weitere medizinische Behandlung erfolgt in der Heimatstadt
Gmunden.
Da die Patientin vor Reiseantritt einen Weltreise-Krankenschutz
des ÖAMTC abgeschlossen hat, werden die Transport- und
Krankenhauskosten vom Club übernommen. Der Weltreise-Krankenschutz
für Fernreisen ist ein Ergänzungsprodukt zum ÖAMTC-Schutzbrief.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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