• 27.07.2009, 09:42:38
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eBay startet europaweite Petition gegen unfaire Beschränkungen des Online-Handels durch einige Markenhersteller

Keine Gewinnmaximierung auf Kosten der Konsumenten

Wien (OTS) -

- Aufruf an eBay-Mitglieder in ganz Europa, für ihr Recht auf
freien Online-Handel einzutreten
- Studie verdeutlicht Ausmaß der Handelsbeschränkungen
- Gesetzesänderungen auf europäischer Ebene gefordert

Wer in der Krise auf sein Geld achten muss, kauft gerne
preisgünstig und bequem im Internet ein. Konsumentenfeindliche
Methoden einiger Markenhersteller machen Schnäppchenjägern jedoch
einen Strich durch die Rechnung. Dies ergab eine aktuelle Studie von
FreshMinds Research im Auftrag von eBay in mehreren europäischen
Ländern: So wurde bereits mehr als jedem zweiten befragten
Online-Händler der Verkauf von Produkten über das Internet von
Herstellern untersagt.

Im Interesse von Konsumenten und Händlern wendet sich eBay nun
erstmals mit einer europaweiten Online-Petition an seine Nutzer, um
unfairen Beschränkungen des Internet-Handels einen Riegel
vorzuschieben. Die einschlägigen europäischen Rechtsvorschriften
werden in diesem Jahr überprüft, und mit der Petition will eBay der
Forderung an die zuständigen EU-Stellen Nachdruck verleihen, durch
eine Überarbeitung der Gesetzgebung Missbräuche wirksam zu
unterbinden.

Die Ergebnisse der Studie, für die 900 kleine europäische
Online-Händler aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und
Italien befragt wurden, zeigen den Umfang, in dem einige
Markenhersteller Händlern weitreichende Beschränkungen auferlegen:

- Mehr als jedem zweiten befragten Online-Händler (55 Prozent) 
   wurde bereits der Verkauf bestimmter Produkte über das Internet 
   von Herstellern untersagt.

 - Ebenfalls 55 Prozent der Befragten sahen sich bereits damit 
   konfrontiert, dass sie bestimmte Produkte nur unter engen, vom 
   Hersteller festgelegten Auflagen im Internet verkaufen durften.

 - Fast jedem zweiten (47 Prozent) ist von Herstellern schon 
   verboten worden, bestimmte Produkte zu einem günstigeren als dem 
   vom Hersteller festgelegten Preis anzubieten.

eBay Rechtsexperte Wolf Osthaus macht die Forderungen des
Online-Marktplatzes deutlich: "Es darf Herstellern nicht gestattet
sein, den Verkauf ihrer Produkte über das Internet pauschal zu
verbieten. Allfällige Handelseinschränkungen müssen auf objektiven
und transparenten Kriterien beruhen, die erwiesenermaßen den
Konsumenten zugutekommen. So dürfte es Herstellern nicht erlaubt
sein, zu verlangen, dass Internet-Einzelhändler über ein
Ladengeschäft verfügen. Außerdem müssen Konsumenten die Möglichkeit
haben, online Artikel weiterzuverkaufen, die sie rechtmäßig erworben
haben."

Fachhändler Wolfgang Anders, der in Berlin ein
Einzelhandelsgeschäft für Schreibwaren betreibt, seine Artikel aber
auch im Internet anbietet, beschreibt seine Erfahrungen: "Über den
Internet-Verkauf erwirtschafte ich inzwischen zwei Drittel meines
gesamten Umsatzes, ohne dieses zweite Standbein hätte ich mein
Ladengeschäft längst schließen müssen. Einige Hersteller machen es
mir jedoch nicht leicht - ich wurde bereits von Markeninhabern
verklagt, Lieferungen wurden eingestellt und in meinem eigenen Laden
bin ich von einem Mitarbeiter eines Herstellers regelrecht bedroht
worden. Und das nur, weil ich Markenprodukte, die ich in meinem
Schreibwarenhandel in Berlin ebenfalls verkaufe, auch auf eBay
anbiete - und das zu einem tollen Preis. Hier geht es letzten Endes
nur um eines: Preise durch Ausschaltung des Wettbewerbs durch
Online-Verkäufer künstlich hochzuhalten. Nicht nur Händler wie ich
leiden unter diesen Beschränkungen durch Hersteller - vor allem
betrifft es auch die Kunden. Schnäppchen im Internet darf es nach
Meinung dieser Markenhersteller nicht geben."

Nerses Chopurian, Leiter der Unternehmenskommunikation bei eBay in
Deutschland, ergänzt: "Indem Hersteller den Online-Handel ihrer
Produkte blockieren, verwehren sie Konsumenten den Zugang zur
größtmöglichen Produktauswahl zum niedrigstmöglichen Preis. Gerade in
diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Konsumenten ein Recht
auf faire Angebote. Deshalb dürfen Markenhersteller den Preis- und
Produktwettbewerb im Internet nicht unrechtmäßig einschränken. Als
weltweiter Online-Marktplatz ruft eBay deshalb Käufer und Händler
gleichermaßen auf, sich gegen solche unfairen Methoden zu wehren."

eBay schreibt nun per E-Mail alle seine aktiven Nutzer in Europa
an und bittet sie, die Petition gegen Beschränkungen des
Online-Handels zu unterzeichnen. Dies ist auch direkt über die
Internetseite der eBay Nutzerinitiative unter
www.ebay.at/nutzerinitiative möglich.

Die Studie

Die Studie im Auftrag von eBay basiert auf der Befragung von
insgesamt 900 Online-Händlern in Deutschland, Großbritannien,
Frankreich und Italien. In Deutschland wurden 357 Händler befragt.
Die Händler in Großbritannien wurden zwischen dem 1. und 17. Mai 2009
befragt. Die Befragung in Deutschland, Frankreich und Italien fand
zwischen dem 17. und 28. Juni statt. Durchgeführt wurde die Studie
von der Marktforschungsberatung FreshMinds Research mittels einer
Online-Befragung. Alle befragten Händler haben einen Jahresumsatz auf
eBay von mindestens 117.000 Euro bzw. 100.000 Pfund.

Rückfragehinweis:
The Skills Group
Jürgen Gangoly
Tel: +43(0)1-505 26 25-13
Email: [email protected]

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