- 24.07.2009, 16:30:17
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"Ideen für ein kinderfreundliches Österreich"
Publikation der "Academia" will zur Vernetzung des familienpolitischen Engagements in Österreich beitragen - Zeitschrift des Cartellverbandes feiert 60-jähriges Bestehen
Wien, 24.07.2009 (KAP) "Ideen für ein kinderfreundliches Österreich"
präsentiert ein neuer Sammelband aus der Reihe "Edition Academia"
des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV). Experten aus Politik,
Kirche, Zivilgesellschaft und Wirtschaft haben darin ihre
Vorstellungen von einer kinder- und familienfreundlichen Politik
vorgelegt. Unter den Autoren befinden sich der Präsident des
Katholischen Familienverbandes Österreich, Prof. Clemens Steindl,
die Leiterin des Interdiözesanen Amtes für Unterricht und Erziehung,
Hofrätin Christine Mann, und der Direktor des Instituts für Ehe und
Familie, Prof. Günter Danhel. Eindringlich wurde auch betont, dass
der CV und andere christliche Organisationen - so
"academia"-Herausgeber Herbert Kaspar - auf eine Umsetzung der
sogenannten "flankierenden Maßnahmen zur Fristenregelung" drängen.
Ziel der Broschüre ist eine weitere Vernetzung der bereits
bestehenden zahlreichen familienpolitischen Institutionen, betonte
der gesellschaftspolitische Sprecher des ÖCV, Lukas Mandl, bei der
Präsentation des Bandes am Freitag in Wien. Bei aller Kompetenz der
einzelnen Einrichtungen und bereits bestehender Vernetzungen wie des
"Familiennetzwerkes" oder der "Lobby für Kinder" bedürfe es weiterer
und engerer Zusammenschlüsse, um die zentralen Anliegen einer
kinder- und familienfreundlicheren Politik zu vermitteln, so Mandl.
Als "Meilenstein" bezeichnete Mandl die mit 1. Jänner 2009
rückwirkend in Kraft getretene Steuerreform, die auch politisch
einen "Paradigmenwechsel" hin zu mehr Kinderfreundlichkeit in
Österreich darstelle. Mandl sieht darin nicht zuletzt einen Erfolg
des Engagements des ÖCV und familienpolitischer Organisationen, an
den man nun anknüpfen wolle.
Der Sammelband stellt zugleich eine Konkretisierung des im Jahr 2007
von der Vollversammlung des ÖCV verabschiedeten familienpolitischen
Grundsatzpapiers dar. Als konkrete Visionen enthält er etwa die
Vision einer "political correctness" im Umgang mit Kindern. Kinder
seien als Minderheit mit einer bislang schwachen Lobby nur allzu
häufig Diskriminierungen in Politik, Medien und Werbung ausgesetzt,
so Mandl.
"Familienpolitik ist Gesellschaftspolitik"
Familienverbands-Präsident Steindl, sprach sich am Rande der
Präsentation im "Kathpress"-Interview dafür aus, Familienpolitik
nicht als Ressortpolitik zu betreiben: "Familienpolitik ist
Gesellschaftspolitik und muss alle Politikbereiche betreffen, da die
Familie mehr darstellt, als eine bloße ökonomische oder materielle
Größe", so Steindl.
Trotz wichtiger Fortschritte etwa im Bereich der Steuerpolitik habe
man in der österreichischen Politik noch immer nicht die zentrale
Bedeutung der Familie verinnerlicht. Dies zeige etwa die Tatsache,
dass man das Familienressort nicht im Rang eines Ministeriums führe,
sondern in ein Staatssekretariat "verfrachtet" habe, kritisierte
Steindl.
In Zukunft werde der Familienverband seine Arbeit auf zwei
thematischen Säulen aufbauen: dem Einsatz für eine weitere
materielle Sicherung jener Menschen, "die heute Familie in ihrer
ganzen bunten Vielfalt leben", und den Bereich der Schulpolitik, "da
hier über die Zukunftsfragen der Kinder entschieden wird", so
Steindl.
60 Jahre "Academia"
Im kommenden November feiert die ÖCV-Zeitschrift "Academia" ihr
60-jähriges Bestehen. Wie der Herausgeber der "Academia", Herbert
Kaspar, im Gespräch mit "Kathpress" betonte, stelle die Zeitschrift
als "katholisches Flaggschiff des Cartellverbandes" zugleich einen
"Spiegel der wechselvollen Geschichte der Republik" dar.
Einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der "Academia" habe das
Jahr 1968 bedeutet, so Kaspar. Damals habe man sich - auch gegen den
Widerstand weiter CV-Kreise - für eine Neuausrichtung der
Zeitschrift entschieden. Die Liste der Autoren der "Academia" lese
sich heute wie ein "'Who is Who' der intelligenten Publizistik der
Zweiten Republik", so Kaspar. Dazu zählen u.a. die Bischöfe Helmut
Krätzl und Reinhold Stecher, aber auch Theologen wie Prof. Paul
Zulehner oder der katholische Publizist Hubert Feichtlbauer.
Die "Academia" erscheint sechs Mal im Jahr mit einer Auflage von
13.000 Exemplaren. Sie behandelt Themen aus den Bereichen
Zeitgeschichte, Wissenschaft, Wirtschaft, Religion, Politik und
Kultur. (Infos: Tel: 01/405.16.22, E-Mail: [email protected]).
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