- 23.07.2009, 16:40:51
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EU-Koordinator bringt neuen Trassenvorschlag
Bekenntnis zur Notwendigkeit der 380-kV-Salzburgleitung / Landesregierung zum Bericht von Koordinator Adamowitsch
Salzburg (OTS) - Ein "klares Bekenntnis zur Notwendigkeit der
380-kV-Salzburgleitung für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung
und für den Wirtschaftsstandort Salzburg" legte die Salzburger
Landesregierung anlässlich der Präsentation des Schlussberichts von
EU-Koordinator Georg Wilhelm Adamowitsch ab. Es habe in der Natur des
380-kV-Konflikts gelegen, dass Gespräche des EU-Koordinators mit
verschiedenen Anrainervertretern und Bürgerinitiativen auch zu
Widersprüchen geführt haben. "Trotzdem hoffen wir, dass der heute
vorgelegte Bericht einen Beitrag zu einer möglichst konfliktfreien
Lösung leisten wird", so Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller,
Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Landesrat Sepp
Eisl und Landesrat Walter Blachfellner heute, Donnerstag, 23. Juli,
in einer ersten Stellungnahme.
Die Landesregierung anerkannte das Bemühen des EU-Koordinators,
einen neuen Trassenvorschlag für den zweiten Leitungsabschnitt
vorzulegen. Auf dieser Basis müsse nun weiterverhandelt werden.
Als nächsten Schritt bezeichneten Burgstaller, Haslauer, Eisl und
Blachfellner Verhandlungen des Landes mit dem Verbund über ein
"Gesamtpaket" zur weiteren Vorgangsweise. Ziele dieser Verhandlungen
sollen verbindliche Vereinbarungen über den Abbau von
Parallel-Leitungen beim Bau der 380-kV-Leitung, faire
Entschädigungszahlungen für die betroffenen Grundeigentümer sowie
nach Möglichkeit Ausgleichszahlungen für besonders belastete
Gemeinden sein.
"Die Landesregierung wird weiter versuchen, positive Beiträge zur
Lösung der bisher bestehenden Interessenkonflikte zu leisten. In
diesem Sinn war bereits unser Engagement gegenüber Bund und EU zu
verstehen, einen EU-Koordinator zu betrauen", erklärten die
Regierungsmitglieder.
"Wir werden die inhaltlichen Vorschläge, die EU-Koordinator Georg
Wilhelm Adamowitsch heute unterbreitet hat, selbstverständlich
eingehend prüfen und dann inhaltlich bewerten. Für diese Vorschläge
danken wir dem Koordinator. Die Sachlage ist nach dem Bericht des
Koordinators klar: Der Verbund ist jetzt am Zug, ein
genehmigungsfähiges Projekt beim Amt der Salzburger Landesregierung
einzureichen. Die Salzburger Landesregierung bietet dem Verbund
ausdrück-lich ihre vollste Unterstützung bei der Findung einer
möglichst anrainerfreundlichen 380-kV-Leitungstrasse an", erklärten
die Regierungsmitglieder weiter.
Ziel der Regierung war und ist weiterhin die größtmögliche
Einbindung der betroffenen Anrainer und Gemeinden. "Es ist klar, dass
wir ebenso wie die Gemeinden und die Bürgerinitiativen die Vorschläge
in einer ersten Phase eingehend prüfen werden. Wir unterstützen alle
Vorschläge, die dazu beitragen, Nutzungskonflikte zu vermeiden",
erklärten Landeshauptfrau Burgstaller und
Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer zum vom EU-Koordinator
vorgelegten Vorschlag für eine neue Trassenführung.
Für die Landesregierung sei dabei die verträglichste Lösung für
die betroffenen Bürgerinnen und Bürger und für die Umwelt, die einen
raschen Bau dieser wichtigen Infrastruktur für Europa, für Österreich
und für Salzburg gewährleistet, die oberste Maxime. Die technische
Ausführung sei dabei lediglich Mittel zum Zweck. Sollte der Verbund
also eine Freileitungstrasse vorlegen, die den bestmöglichen Schutz
von Bevölkerung und Umwelt gewährleistet, sei eine Teilverkabelung
nicht notwendig.
Festgehalten wurde abschließend, dass EU-Koordinator Adamowitsch
sich außer Stande gesehen habe, im Bericht eine Aussage zum ersten
Leitungsabschnitt zu treffen, da dafür eine rechtskräftige
Bewilligung vorliege.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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