- 20.07.2009, 21:04:44
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Marionetten der Finanzhasardeure (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 21. Juli 2009
Klagenfurt (OTS) - Information ist eine hohe Schuld. Ein
Steuergeld-Verwalter, der sich nicht in dieser Schuld sieht, verliert
seine Existenzberechtigung. Da spielt es keine Rolle, ob er den
Informationsfluss vom Management einer Bundesfinanzierungsagentur ins
eigene Ministerium nicht im Griff hat, wegschaut, und/oder
Steuerzahlende bewusst in trügerischer Sicherheit wiegt. Was für
Wilhelm Molterer, Josef Pröll und Karl-Heinz Grasser zutrifft, dürfen
sich die Österreicher auf einer Skala sumpfigster Farben ausmalen -
mehr vorerst nicht. Zwar kramen Abgeordnete derzeit genüsslich in ach
so geheimen Geheimdienstakten, doch der von den Grünen geforderte
Untersuchungsausschuss zum Millionenskandal passt nicht einmal dem
Kanzler in den Kram. Auch Expertengruppen ändern nichts daran, dass
Regierungen dieses Landes Steuerzahler Profiteuren der Krise
hemmungslos ausgeliefert haben. Dass sie jahrelang als willige
Marionetten an den Fäden jener Finanzhasardeure gezappelt haben,
deren Futtertröge sie weiter mit Milliardenspritzen auffüllen. Ganz
unschuldig.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
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