- 17.07.2009, 15:10:57
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Keine Gefahr durch Staupevirus
Landesveterinär Schmid: Krankheit für Menschen und geimpfte Haustiere ungefährlich
Bregenz (VLK) - Bei mehreren erlegten Füchsen und Dachsen in
Vorarlberg wurde das Staupevirus festgestellt. Laut Landesveterinär
Erik Schmid ist Staupe für den Menschen ungefährlich, aber Haustiere,
insbesondere Hunde, können daran erkranken. "Allerdings werden bei
uns die Hunde durch regelmäßige Kombinationsimpfungen sicher
geschützt", so Schmid. Deshalb trete die Staupe nur ganz vereinzelt
bei älteren Hunden auf, bei denen die regelmäßige Schutzimpfung
"vergessen" wurde und die Kontakt mit kranken Wildtieren hatten.
Staupe ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung, die
hauptsächlich bei Wildtieren auftritt. So ging z.B. auch das
Massensterben bei Seehunden in der Nordsee auf eine solche Infektion
zurück.
Die Staupe hat in der Wildtierpopulation ähnlich
bestandsregulierende Funktion wie z.B. die Räude, erklärt
Landesveterinär Schmid. Daher seien solche "Seuchenzüge" in der
Wildtierpopulation eine ganz natürliche Erscheinung.
Auf die Spur der aktuellen Staupe-Fälle in Vorarlberg kam man,
weil seit Herbst 2008 im ganzen Land vermehrt Füchse und Dachse
beobachtet wurden, die sich untertags in Siedlungsnähe aufgehalten
und Wesensveränderungen gezeigt haben. Einige Tiere wurden
anschließend von den zuständigen Jagdschutzorganen erlegt. Da die
gezeigten Krankheitssymptome auch bei der Tollwut vorkommen können,
wurden die Tiere zwecks Diagnose zur Untersuchung eingeschickt. Dabei
stellte sich heraus, dass sie an Staupe erkrankt sind. Vergleichbare
Fälle wurden auch in der benachbarten Schweiz und im süddeutschen
Raum beobachtet.
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