Auf zwei Rädern ins Spital

Etwa 33.800 Radfahrer und Mountainbiker verunfallen jährlich

Wien (OTS) - Rund 4,5 Millionen Österreicher schwingen sich mehr oder weniger regelmäßig aufs Fahrrad, weitere 600.000 sind mit dem Mountainbike im Gelände unterwegs. Beiden Gruppen gemeinsam ist der zweirädrige Untersatz - und Verletzungen: 29.200 Radfahrer und 4.600 Mountainbiker verunfallen jährlich. Stürze sind die häufigste Unfallart: Beim Mountainbiken sind mehr als 90 Prozent aller Unfälle Stürze, beim Radfahren sind es 85 Prozent, sowie zehn Prozent Zusammenstöße mit anderen Radfahrern oder Gegenständen wie z.B. Bäumen oder Laternenmasten. Vor allem Knochenbrüche müssen behandelt werden: Zwei von fünf Hobbysportlern ziehen sich eine Fraktur zu. Die betroffenen Körperteile sind aber unterschiedliche. "Mountainbiker verletzen sich vor allem im Schulterbereich, 17 Prozent der Verletzungen betreffen Schulter oder Schlüsselbein. Bei Radfahrern müssen Handgelenk und Unterarm mit 14 Prozent aller Verletzungen am häufigsten verarztet werden", sagt Dr. Rupert Kisser vom Bereich Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Dadurch, dass Mountainbiker im Gelände unterwegs sind, kippen sie leichter vorne über oder stürzen über Steine und Unebenheiten, während beim "normalen" Radfahren Gleichgewichtsverlust und Zusammenstöße zu Unfällen führen.

Nicht ohne Helm aufs Rad

Jeder fünfte Radler und Mountainbiker zieht sich Prellungen zu, jeder zehnte offene Wunden. Besonders Knie und Ellbogen sind davon betroffen. 19 Prozent der verletzten Mountainbiker ziehen sich Blessuren am Kopf zu, bei Radfahrern beträgt dieser Anteil 18 Prozent. "Ein Helm ist am Fahrrad unbedingt empfehlenswert, sowohl für Mountainbiker als auch für Alltags- und Freizeitradfahrer. Bedauerlich ist, dass abgesehen von Sportlern nur jeder Dritte einen Helm trägt - dabei ist die Wahrscheinlichkeit, eine Gehirnerschütterung zu erleiden, ohne Helm um die Hälfte größer", betont Kisser. Etwa jeder zwanzigste Mountainbiker und auch jeder zwanzigste Radfahrer zieht sich eine Gehirnerschütterung zu.

Vorbereitung und Training nicht unterschätzen

Die meisten lernen Radfahren schon von klein auf, dennoch sollte man sich selbst nicht überschätzen. Einfach darauf losfahren, kann schmerzhafte Folgen haben. Besonders Mountainbiken braucht Vorbereitung und Training. Beim Fahren über Stock und Stein oder auf morastigen Wegen wirken Kräfte auf das Bike, wie sie beim Fahren auf der Straße nie auftreten. "Auf der Straße gut Fahrradfahren zu können ist nicht ausreichend, um eine Bergtour mit dem Mountainbike zu starten. Mountainbiken stellt hohe Anforderungen an den Körper", weiß Kisser. Fachmännische Beratung und ein Durchchecken des Fahrrads ist für beide, Mountainbiker und Fahrradfahrer, vor dem Losfahren Grundvoraussetzung, um sich auf das Rad zu schwingen.

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